Hilfe bei S-Bahn, U-Bahn, Bus, Tram

"Transit": Google startet neuen Dienst in München

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Google hat in MÜnchen Google Transit gestartet

München - Am Donnerstagmorgen hat Google Deutschland in München seinen neuen Dienst Google Transit gestartet. Zwei Haken hat die Anwendung allerdings noch. 

Neben Münster in Westfalen ist München die erste Stadt in Deutschland, in der ab sofort die Fahrplandaten des öffentlichen Nahverkehrs bei Google Maps integriert sind.

Das neue Angebot in Zusammenarbeit mit der MVG umfasst in München sämtliche 100 Linien von U-Bahn, Bus und Tram mit ihren mehr als 1200 Haltestellen und den dazugehörigen Fahrplänen.

Und so funktioniert's: Beim Routenplaner von Google Maps (HIER oder in der jeweiligen App für iOS und Android) lässt sich nun neben dem Auto und der Strecke zu Fuß als Option auch ein Bahn-Symbol wählen. Die Route berücksichtigt dann die schnellste Verbindung mit Zug, U-Bahn, S-Bahn, Bus und Tram plus der anfallenden Fußwege. Wer auf seiner Fahrt eine Internetverbindung hat, kann Haltestelle für Haltestelle verfolgen, wo er gerade ist und wo er aussteigen muss.

Generell kann der Nutzer seine Fahrt mit Start- oder Ankunftszeit planen, wie er es aus den Apps und Online-Diensten der MVV und der Bahn bereits gewohnt ist. Er kann dabei auch einzelne Verkehrsmittel wählen. Als Optionen lassen sich die Varianten "Beste Route", "Wenig umsteigen" und "Kurze Fußwege" einstellen.

MVG-Boss Herbert König will den Fahrgästen, vor allem auch Touristen, die Fahrplaninformationen "so mundgerecht wie möglich servieren" und einen direkten Vergleich zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto ermöglichen. Spätestens seit der Einbindung der Bahndaten in Google Maps im vergangenen Dezember empfindet er die Kooperation mit dem Unternehmen als "Muss". Google Deutschland und die MVG betonen, dass bei dem Projekt untereinander kein Geld fließt.

Da die Bahn ebenfalls alle Zugverbindungen in Google Transit eingebunden hat, sind auch die S-Bahnen verfügbar. So kann der Nutzer entscheiden, ob er lieber schnell oder lieber ohne Umsteigen ans Ziel kommt - sowie, ob er Tram, Bus, U- oder S-Bahn bevorzugt.

Mehrere Haken hat Google Transit allerdings noch: Private Anbieter wie die BOB oder die Busnetze außerhalb der MVG sind noch nicht eingebunden. Doch das soll sich ändern. „Wir verhandeln mit vielen Anbietern“, so Google-Sprecherin Lena Wagner. Ein weiteres Manko des verfügbaren MVG-Angebots bei Google ist, dass nur die Fahrpläne eingespeist sind, Verspätungen oder Ausfälle sind noch nicht berücksichtigt. Außerdem werden bei Google Transit noch keine Ticketpreise angezeigt. Aber: „Wir wollen die Dateneinspeisung im kommenden Jahr so vervollkommnen, dass die Fahrgäste bei Google Transit die Echtzeitinformationen haben“, so MVG-Chef König.

Weltweit ist der Dienst bereits in mehr als 500 Regionen und Städten aktiv, unter anderem in London und New York City.

Tobias Kimmel / Johannes Welte

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