Gottschalk kann sich mit Papageno identifizieren

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Thomas Gottschalk moderierte am Freitagabend die Live-Übertragung der Fidelio Oper am MAx-Joseph-Platz

München - Thomas Gottschalk hat am Freitagbend die Live-Übertragung von Beethovens Oper Fidelio aus der bayerischen Staatsoper moderiert. Dort hat er erklärt, weshalb er sich am besten mit dem Papageno identifizieren kann.

Thomas Gottschalk (61), Entertainer, kann sich in der Welt der Oper am ehesten mit dem Vogelfänger aus Mozarts “Die Zauberflöte“ identifizieren. “Papageno, die schlichteste Figur von allen, aber fröhlich“, sagte Gottschalk am Freitag in München der Nachrichtenagentur dpa. “Ich bin auch keiner, der in höhere Lehren eingeführt werden muss.“ Ihm reiche es aus, “wenn aus dem Wasser Wein wird und wenn ich in irgendeiner Form Spaß am Leben haben kann, aber ich muss nicht die tiefsten Geheimnisse durchschauen“.

Am Abend moderierte Gottschalk die Live-Übertragung von Beethovens Oper Fidelio aus der bayerischen Staatsoper, die auf einer Leinwand auf dem Max-Joseph-Platz zu sehen war. Adam Fischer dirigierte in der Inszenierung von Calixto Bieito im Rahmen der Opernfestspiele, Solisten waren Tenor Jonas Kaufmann als Florestan und Anja Kampe als Leonore.

Gottschalk ließ sich von Opernintendant Nikolaus Bachler das Bühnenbild erklären. In der Oper würden immer wieder Inszenierungen ausgebuht, bemerkte Gottschalk. “Das würde mich zur Verzweiflung bringen, bei ihnen gehört es zum Berufsbild.“ Auch sonst führte der 61-Jährige gewohnt locker in Sakko, schwarzer Hose und T-Shirt in die Aufführung ein - mit einem Augenzwinkern. “Ich bin so eine Mischung aus Reiseleiter und Pausenclown“, kündigte er an, bevor er sich selber auf einer Decke unter die Zuschauer mischte

Live-Übertragung der Fidelio Oper : Gottschalk moderierte am Max-Jospeh-Platz

Live-Übertragung der Fidelio Oper: Gottschalk moderierte am Max-Jospeh-Platz

Dass viele über seine Liebe zur Oper überrascht sind, nimmt Gottschalk mit Humor. Manchmal werde er in der Metropolitan Oper in New York oder in der Mailänder Scala angesprochen: “Ja Herr Gottschalk, was machen sie denn hier - als würde ich nur bei der Augsburger Puppenkiste unterwegs sein dürfen.“ Dabei sei er in einer musikalischen Familie aufgewachsen - mit einer Tante, die Domkapellmeisterin in Wien war. Schon mit 17 habe er Opern besucht, unter anderem am Grünen Hügel in Bayreuth. Selbst eine Oper inszenieren wolle er aber nicht, auch wenn er in Los Angeles schon gefragt worden sei: “Ich kenne auch bei meiner großen Klappe wirklich meine Grenzen. Und das Inszenieren von Opern gehört nicht zu meinen größeren Begabungen.“

dpa

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