Witwe ist erleichtert

Grab-Posse: Jetzt hat Dieter Hildebrandt Ruhe

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Das neue Grab mit dem neuen Stein. Auf der Rückseite wurden Blätter eingearbeitet.

München - Nachdem die Friedhofsverwaltung den Stein auf dem Grab von Dieter Hildebrandt erst einmal verboten hatte, steht er nun doch in voller Pracht auf dem Neuen Südfriedhof. Seine Witwe ist erleichtert.

Auf der Rückseite wurden Blätter eingearbeitet.

Der kantige Naturstein aus Marmor glitzert im Sonnenlicht, davor ziert ein riesiges Herz aus Blumen die Ruhestätte. Ja, richtig schön ist es geworden, das neue Grab von Dieter Hildebrandt. Nachdem die Friedhofsverwaltung den Stein erst einmal verboten hatte, steht er nun doch in voller Pracht auf dem Neuen Südfriedhof. „Nach all dem Ärger bin ich jetzt froh, dass es doch noch so gut ausgegangen ist“, sagt Witwe Renate Hildebrandt gegenüber der tz.

Dieter Hildebrandt.

Der Wirbel um den Grabstein – er ist endlich beigelegt. Zur Erinnerung: Mitte März hatte die tz berichtet, dass sich die Familie des großen Kabarettisten einen neuen Grabstein für die Ruhestätte ausgesucht hatte. „Marmor aus Portugal.“ Der war aber nach der Satzung der Friedhofsverwaltung nicht erlaubt: „Natursteine müssen allseitig steinmetzmäßig bearbeitet sein“, hieß es nur. Basta! Und somit war genau die Rückseite des Marmorsteins ein Problem. Die war nämlich nur kantig – und leer. Was also tun? Die Familie wollte das Stück keinesfalls in die Tonne klopfen. Doch die Friedhofsverwaltung bestand auf eine Änderung. Nach einer Begehung des Grabes wurde entschieden: Der Stein muss hinten noch ein Motiv zeigen, da er nämlich an einer Stelle steht, wo die Rückseite ständig im Blick von Friedhofsbesuchern ist.

Genau dieses Motiv gibt es nun: „Es zieren einfach ein paar Blätter die Rückseite. Nur schwach eingearbeitet. Das ist sehr schön“ freut sich Renate Hildebrandt. Ihr ist anzumerken, dass sie sehr erleichtert ist, die Posse nun als beendet zu erklären. „Der Stein, das Grab – das hätte Dieter so nun auch sehr gefallen“, erklärt sie. Und was sie besonders freut: Viele Verehrer des großen Denkers legen fast täglich Blumen und auch Briefchen ans Grab. „Man denkt an ihn, man vermisst ihn. Das ist ein Trost für uns, für seine Familie.“

Armin Geier 

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