Graffiti-Krieg am Glockenbach

+
Mit ihren Namenszeichen, sogenannten Tags, verschmierten Sprüher die mit viel Liebe und Kunstverständnis ­gestalteten Tunnel-Wände.

München - Die Fußgängerunterführung an der Kapuzinerstraße soll ab Sonntag schöner werden. Stadtviertel-Kunst gegen Schmierfinken: der Graffiti-Krieg!

Am Sonntag sollen sie endlich wieder Einzug halten: die fröhlichen Farben in der Fußgängerunterführung an der Kapuzinerstraße. In jener Unterführung, die derzeit so düster wirkt, mit all den dunklen Schmierereien an den Wänden. Stadtviertel-Kunst gegen Schmierfinken: der Graffiti-Krieg!

Vier Jahre ist es jetzt her, dass die Isarvorstädter die neue Unterführung freundlich gestalteten. Erzieherinnen, Pfadfinder, Vereine, Schüler und Künstler bemalten die Wände. Außerdem gibt’s Foto-Kacheln, etwa mit der Kirche St. Maximilian drauf.

Viel ist davon nicht übrig geblieben, dafür haben Sprüher mit ihren Farbdosen gesorgt… Bestandsaufnahme heute: Schriftzüge, Namenskürzel und Polit-Parolen verunstalten die Wände, die Foto-Kacheln sind zerschlagen.

Dass die Unterführung jetzt wieder schöner wird, dafür hat sich ­Beate Bidjanbeg, Kinder- und Jugendbeauftrage im Bezirk, eingesetzt. Sie sagt zu Hallo München: „Wir haben das Baureferat gebeten, wieder eine Aktion mit den Kindern im Viertel zu starten.“

Das passiert jetzt am Sonntag – bei einer Mal-Aktion im Rahmen des Feier zum 200. Stadtteil-Geburtstag. Mit dabei: der Münchner Graffiti-Künstler Mathias Köhler (44, Künstlername: Loomit). „Ich besorge die Materialien und schaue mir die Entwürfe der Leute an. Wir werden viel restaurieren, aber auch neue Ideen sind jederzeit willkommen.“

D. Schmitt

auch interessant

Meistgelesen

So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
Kosten in Millionenhöhe: Jugendamt pfuscht bei Verträgen
Kosten in Millionenhöhe: Jugendamt pfuscht bei Verträgen

Kommentare