Grauer Star mit 30: Frau sieht wieder

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„Wie ein Wunder!“ Susanne Mayer kann dank der neuen Laser-OP wieder perfekt sehen

München - Die Münchnerin Susanne Mayer litt bereits mit 30 Jahren am Grauen Star und kann dank einer OP mit neuester Laser-Technik wieder perfekt sehen.

Plötzlich ist der Schmierschleier vor ihrem Auge weg – Gesichter, Verkehrsschilder und kleine Details sind für Susanne Mayer seit vier Wochen wieder klar und deutlich erkennbar. Die Münchnerin litt bereits mit 30 Jahren am Grauen Star und kann dank einer OP mit neuester Laser-Technik wieder perfekt sehen.

Vergangenes Jahr ließ Susanne Mayers Sehkraft immer mehr nach. „Erst dachte ich, meine Kurzsichtigkeit hätte zugenommen oder meine Brille ist stark verschmutzt.“ Aber Gläser polieren half nichts. Jeden Morgen wurde die Fahrt in die Arbeit zur Qual, denn Details im Straßenverkehr konnte die Frau nicht mehr richtig sehen. „Ich ging nichts ahnend zum Augenarzt, um mir eine stärkere Brille verschreiben zu lassen“, sagt Mayer. Dann die überraschende Diagnose von Dr. Hans-Peter Buchmann: Die Übersetzerin litt am grauen Star – 40 Prozent ihres Sehvermögens waren bereits verloren und dass, obwohl der Graue Star, eine Trübung der Augenlinse, normalerweise erst bei wesentlich älteren Patienten auftritt.

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Am 27. Januar lässt sich Susanne Mayer in der Augenklinik Theresienhöhe als eine der ersten Patienten mit der neuen Laser-Technik operieren. Der Femto-Sekundenlaser setzt die winzigen Schnitte am Auge so präzise, wie es kein Chirurg mit der Hand schafft – das Gewebe wird dabei gleichzeitig geschont. „Diese Methode ist ein echter Quantensprung in der Augenheilkunde“, sagt Klinikleiter Buchmann. In einer 15-minütigen OP setzte er seiner Patientin die künstliche Linse ein (genaues Verfahren siehe Kasten links). Susanne Mayer war während des Eingriffs bei Bewusstsein, nur ihr Auge wurde betäubt.

Bereits nach eineinhalb Stunden durfte die Münchnerin mit einer Augenklappe nach Hause gehen. „Am nächsten Tag nahm ich sie ab, öffnete das rechte Auge und konnte perfekt sehen. Das war ein schönes Gefühl und fast wie ein Wunder für mich!“ Jetzt kann Susanne Mayer sogar ohne Brille gut sehen – ein Traum, den sie seit ihrer Jugend hatte.

Christina Lewinsky

Das ist der Sekundenlaser

Mit 70 Jahren steigt das Risiko, am Grauen Star zu erkranken. Die OP ist der häufigste Eingriff der Medizin und wurde 2011 in Deutschland etwa 600 000-mal durchgeführt. Die Augenklinik Theresienhöhe verfügt als erste Klinik Münchens über das modernste Lasergerät, das es derzeit für diese OP weltweit gibt. Die Arbeit mit dem Skalpell entfällt: Der Sekundenlaser öffnet die Hornhaut und die Linsenkapsel – dank der Berechnung eines eingebauten Augen-CTs – an der optimalen Stelle exakt unter der Pupille. Danach wird die Linse zerkleinert und abgesaugt. Der Arzt injiziert eine eng zusammengerollte Kunststoff-Linse ins Auge, wo sie sich von selbst verankert. Die Linse sitzt bei jedem Eingriff exakt in der Mitte, was dem Patienten perfektes Sehen ermöglicht. Durch den Augeninnendruck schließt sich der Mini-Schnitt von selbst. Die OP kostet etwa 1000 Euro. Infos unter: 089/45 24 88 88

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