CSU greift an: Ude als "Obermaster of Desaster"

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Ludwig Spaenle (l.) und Josef Schmid wollen Christian Ude zeigen, wo’s lang geht

München - Die Opposition macht Oberbürgermeister Christian Ude für diverse Rathaus-Pannen verantwortlich. Ludwig Spaenle nennt Ude den "Obermaster of Desaster" und verweist auf vier aktuelle Fälle. 

„Die können es nicht“, sagte OB Christian Ude im September über die CSU bei seinem 18-jährigen Amtsjubiläum, als sich seine Kandidatur als Ministerpräsident abzeichnete. Und der künftige OB-Kandidat der SPD, Dieter Reiter, legte beim Stadt-Parteitag vor einer Woche nach: Die CSU wolle sich „wie im Schlafwagen ins Rathaus schnarchen“.

Das lässt die Münchner CSU nicht auf sich sitzen, sie lud am Montag zu einer Pressekonferenz ins Rathaus, wo sie mit dem Stadtoberhaupt abrechnete. Münchens CSU-Chef und Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle sowie Rathaus-Fraktionschef Josef Schmid geiselten OB Ude, der sich außerhalb von München mit den Erfolgen von Stadtwerken und Stadtsparkasse schmücke.

Gleichzeitig tue er aber so, als ob er mit den Pannen im Rathaus nichts zu tun habe. Spaenle nannte Ude den „Obermaster of Desaster“, der als oberster Verwaltungschef für die millionenschweren Managementfehler bei den städtischen Kliniken und den ebenso millionenschweren Baupfusch bei der Müllabfuhr verantwortlich sei. Das gelte auch für die stetigen millionenschweren Kostensteigerungen beim Deutschen Theater oder im Olympiapark. Das Rathaus-Bündnis mit den Grünen sei eine „Schönwetter-Koalition mit Zerfallserscheinungen“.

Bei wichtigen Fragen wie Flughafen- oder Messeverlagerung müsse sich die SPD die Mehrheit bei der CSU holen. Die geplanten Besetzungen der Chefposten im Kommunalreferat und beim Münchenstift durch Grünen-Stadträte zeige die „Machtvergessenheit“ von Rot-Grün.

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