Engpass bei Münchner Blutspendediensten

Grippe-Alarm! Schon über 2000 Fälle in München

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Wegen der Grippe kommen weniger Spender.

München - Sie legt halb München flach: Die Grippewelle hat die Stadt noch immer fest im Griff. Wie heftig diese Saison wirklich ist, zeigen die aktuellen Zahlen der Stadt:

 Das Gesundheitsreferat hat seit Jahresbeginn rund 2000 gemeldete Labornachweise der Influenza registriert. Vergangenes Jahr waren es im Vergleichszeitraum 230 Fälle. Und die Dunkelziffer ist viel höher … Eine gefährliche Entwicklung – auch für Unfallpatienten: Denn wegen der Grippewelle wird das Blut knapp!

Der Münchner Blutspendedienst schlägt Alarm: „Das ist ein schlechter Start ins Jahr. Wir merken ganz deutlich, dass viele krank sind“, sagt Leiter Tobias Hubert zur tz. Schon im Januar seien 20 Prozent weniger Münchner gekommen, in den vergangenen Wochen wurde es noch enger …

Gewöhnlich kommen im Januar etwa 5500 Freiwillige, heuer waren es 1000 weniger. Für Februar liegen noch keine Zahlen vor. Aber so viel steht fest: „In der Faschingswoche hat sich die Lage nochmal verschärft“, sagt Hubert. Das Problem: Nicht nur Spender, die akut erkrankt sind, fallen aus, sondern auch die, die bereits genesen sind. „Nach einer echten Grippe braucht der Körper vier Wochen und nach einer Erkältung eine Woche, bis er wieder ganz fit ist, um den Blutverlust von einem halben Liter zu verkraften.“

Das Blut des Spendedienstes geht nicht nur an die Städtischen Kliniken, sondern auch ins Umland, etwa zum Murnauer Unfallkrankenhaus. Noch habe der Spendermangel keine dramatischen Auswirkungen. Aber Hubert warnt: „Die Kliniken leben zur Zeit von der Hand in den Mund. Normalerweise halten wir Blut für größere Unglücksfälle und fürs Frühjahr, wo weniger gespendet wird, zurück, aber das geht jetzt nicht. Schlimmer darf es nicht mehr werden.“

Deshalb appelliert der Dienst an alle gesunden Münchner, zur Blutspende zu gehen. Infos gibt’s unter www.blutspendedienst-­muenchen.de oder unter der kostenlose Telefon-Hotline 0800/57 57 557 (Mo bis Fr von 9 – 13 Uhr).

Ist es schon zu spät für eine Grippeimpfung?

Nina Bautz

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