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Groß-Baustelle Hofbräuhaus

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Die "Hohe Schwemme", das Herzstück des Hofbräuhauses, wird umgebaut.
Die "Hohe Schwemme", das Herzstück des Hofbräuhauses, wird umgebaut. © Marcus Schlaf

Die „Hohe Schwemme“, Herzstück des Hofbräuhauses am Platzl, ist zur Baustelle geworden.

Noch mindestens vier Wochen lang werden Stammgäste und Touristen in Nebenräume ausweichen müssen. Dann soll das Herz der Münchner Bierwelt wieder im gewohnten Rhythmus schlagen.

Der vordere Teil des historischen Kreuzgewölbes ist derzeit durch eine Baustellen-Wand abgetrennt. Hier fließt kein Bier, sondern Schweiß: Abeiter verlegen einen neuen Boden und neue Installationen. Die alten Bodenfliesen waren arg ramponiert und sollen nun, wie weiter hinten in der „niederen Schwemme“ bereits geschehen, durch neue ersetzt werden. „Dann ist wieder alles aus einem Guss“, sagt Stefan Hempl, Sprecher der staatlichen Hofbrauerei, die den Umbau bezahlt.

Und weil der Boden schon mal aufgerissen ist, bekommt auch die Haustechnik eine Rundum-Erneuerung: Heizungs- und Lüftungsrohre, Stromkabel und all die anderen Leitungen, die in den unterirdischen Versorgungsschächten liegen, werden ausgetauscht.

„Auch der Brandschutz wird den aktuellen Bestimmungen angepasst, und die Beschallungsanlage wird erneuert“, sagt Hempl und verspricht sofort: „Die Atmosphäre bleibt die gleiche.“ Man werde zwar über neue Fliesen schreiten, aber die bis zu 100 Jahre alten Tische, an denen die Gäste Platz nehmen, kommen wieder zurück. Lediglich einige der alten schmiedeeisernen Stammtisch-Schilder, die im Lauf der Jahrzehnte arg ramponiert worden sind, werde man erneuern – originalgetreu.

Bis es soweit ist, ist vor allem bei den Stammtischlern zusammenrücken angesagt. Hempl ist sicher, dass das gelingt. Schließlich habe man die Bauarbeiten bewusst in die ruhige Zeit zwischen Wiesn und Weihnachten gelegt.

Peter T. Schmidt

Quelle: tz

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