Verarmte Senioren: Das große Herz der tz-Leser

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Dirk Slabe freut sich über die Geschenke, die ­tz-Reporterin Nina Bautz vorbeibringt.

München - Zahlreiche tz-Leser haben auf die Artikel über Münchner Rentner in Altersarmut reagiert. Für die verarmten Senioren, über die wir berichtet hatten, beweisen sie ein großes Herz.

Das Weihnachtsspecial auf tz-online

Als Elfriede Moosmann (62) mit ihren von der Glasknochenkrankheit gezeicheten Fingern eines der kleinen Packerl aufmacht und den Engerl-Anhänger erblickt, werden ihre Augen feucht. „Es gibt halt auch Engerl auf der Erde!“

Sie meint damit die zahlreichen tz-Leser, die auf den Artikel über Münchner Rentner in Altersarmut reagiert haben. Sie schickten Geschenke, Briefe und Karten für die Senioren, über die wir berichtet hatten.

Diese Leserin spendete ein Geschenk

Das große Herz der tz-Leser! Da ist zum Beispiel eine Münchner Erzieherin (59), die ano­nym bleiben will. „Selbstverständlich ist es wichtig, sich um Kinder zu kümmern“, sagt sie. „Aber wir dürfen die Alten nicht vergessen, die einsam und arm mitten unter uns leben. Mir ist durch den Artikel wieder einmal klar geworden, dass wir anderen oft auf hohem Niveau jammern. Mir tut es ja nicht weh, ein bisserl Geld zu investieren.“ Die tz hat jetzt das Geschenk der Erzieherin und alle anderen Weihnachtsgaben für die Senioren persönlich überreicht.

„Mit solch einer Resonanz habe ich nicht gerechnet“, sagte der Milberthofener Rentner Dirk Slabe (73) beim Anblick des Geschenkeberges mit vielen Naschereien. „Davon kann ich ja bis ins neue Jahr hinein zehren. Und die netten Worte in den Briefen tun mir sehr gut. Sie machen Hoffnung.“

Elfriede Moosmann ist glücklich. In ihrer Hand: ein Engerl-Anhänger

Elfriede Moosmann aus der Au hält die Briefe eng an die Brust gedrückt. „Viele Leser haben mir angeboten, mich regemäßig zu besuchen, mich zum Essen einzuladen oder mir mal zur Hand zu gehen. Dann bin ich nicht mehr so oft alleine – das ist das schönste Weihnachtsgeschenk!“ Das feine Duschgel, die Platzerl und das Obst drapiert sie sorgfältig auf ihrem Tisch. Als sie Nürnberger Elisenlebkuchen entdeckt, kommen Erinnerungen hoch: „Die habe ich früher immer bei meiner Schwester in Nürnberg gegessen. So was Feines konnte ich mir lange nicht mehr leisten.“

Die lieben Geschenke, die guten Worte: Sie bringen Licht ins Leben. Elfriede Moosmann sagt: „Ich bin so gerührt und dankbar. Ich wünsche allen Lesern ein gesundes, glückliches neues Jahr!“

nba

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