Große Koalition für den Fasching: Zug gerettet!

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CSU-Fraktionschef Josef Schmid (Mitte) – hier mit seinen Stadtratskollegen beim Umzug im vorigen Jahr – will heute mit Hilfe von Wirtschaftsreferent Dieter Reiter den Umzug retten. Auch die SPD beteiligt sich gerne mit einem Wagen am Gaudiwurm

München - Am Dienstag wird der Wirtschaftsausschuss aller Voraussicht nach Zuschüsse für den Fasching lockermachen. Damit wird einem Antrag der CSU zugestimmt - eine Seltenheit.

Der Verein Turmfalken e. V., der 2006 die Tradition des Umzugs der Damischen Ritter wiederbelebte, sieht sich nicht in der Lage, den Umzug am 5. Februar ohne Aufstockung der städtischen Zuschüsse zu veranstalten. Zuletzt bewegten sich bei dem Gaudiwurm 40 Wagen vor 30 000 Zuschauern durch die Stadt. Der ehrenamtlich arbeitende Verein kann die Kosten nicht mehr tragen, alleine die städtischen Behörden sowie die MVG stellen für den Umzug 9000 Euro für Straßensperrungen und Verkehrsumleitungen in Rechnung. Die CSU regte an, dass die Stadtwerke oder die Stadt als Sponsor einspringen. Doch für die Stadtwerke ist ein Faschings-Zuschuss „nicht effektiv genug“, das Kulturreferat erklärt, es habe kein Geld übrig.

Jetzt springt Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) ein: Er will den Umzug dieses Jahr mit einem Zuschuss von 15 000 Euro aus Restmitteln des vergangenen Jahres retten. Das hieße, die Damischen Ritter müssen jetzt noch 4500 Euro aus eigener Kraft aufbringen. Auch das Faschingstreiben „München narrisch“ am Faschingswochenende will Reiter mit 15 000 Euro sponsern. Hier sorgten schärfere Sicherheitsauflagen für Mehrkosten. Dafür muss der Verein jetzt noch 5000 Euro selbst beisteuern.

J. Welte

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