Große Typisierungsaktion für krebskranken Ingenieur

Thomas, wir kämpfen für dich!

Vera Plaschke und Sohn Basti suchen einen Spender für Papa Thomas.

München - Über drei Jahre ist es her, als die Hammer-Diagnose ihr Familienglück erschütterte – Leukämie! Als Söhnchen Basti das Licht der Welt erblickte, kämpfte sein Papa Thomas (49) bereits um sein Leben. Und das tut er auch heute noch.

Seit heute weiß Familie Plaschke: Sie ist nicht allein. Um den Blutkrebs zu besiegen, fand in der Waldorfschule in Forstenried über die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) eine große Typisierungsaktion statt. 320 Menschen ließen sich Blut abnehmen mit der Hoffnung: Vielleicht können meine Knochenmarkzellen Thomas endlich heilen. Wie schwierig ist die Suche nach einem passenden Stammzellenspender? Thomas Plaschke: „Ein Lottogewinn ist realistischer.“ Trotzdem geben er, Ehefrau Vera und Sohn Basti den Kampf nicht auf. Drei Chemo-Blocks hat Plaschke schon hinter sich. Jedes Mal kam die heimtückische Krankheit zurück. In der weltweiten Spenderdatei gab es bislang keine Übereinstimmung.

Kommt sein Lebensretter ausgerechnet aus München? Fest steht: Alle drücken ihm die Daumen. Er sagt: „Ich mache mich nicht verrückt.“

Tengelmann-Regionsleiter Stephan Dallabetta überreichte der Stiftung einen Scheck in Höhe von 50 000 Euro. Es ist bereits der zweite in dieser Höhe. Das Geld stammt aus der Aktion Leukämie-Cent, bei der die Kunden an der Supermarktkasse freiwillig spenden konnten. Der andere Teil stammt aus mitarbeiterinternen Projekten.

Um Typisierungsaktionen organisieren und noch mehr Menschen helfen zu können, werden ständig Spenden benötigt. Mehr Infos zur Registrierung in der Datenbank und zum Krankheitsbild finden Sie unter www.akb.de.

Er hat’s schon geschafft

Seine Geschichte klingt unglaublich! Heute unterstützt David Schachtschneider (21) die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB), registriert neue Spender, klärt über die Krankheit auf. Vor drei Jahren hatte der Student selbst Blutkrebs. Im Alter von zwölf Jahren wird bei ihm eine Vorstufe von Leukämie entdeckt. „Zunächst wurde die Krankheit bei meinem Bruder Lukas festgestellt. Er brauchte einen Spender. Da wurde ich natürlich sofort überprüft“, erzählt David. Liegt die Krankheit in den Genen? Sein Fall zeigt: ja! Auch sein Vater litt vor 19 Jahren an Leukämie. Ihm konnten die Ärzte nicht mehr helfen. David und sein Bruder Lukas hingegen sind wieder gesund.

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