In der Marsstraße

Großeinsatz: Asylbewerber auf Parkhaus-Dach

+
Hier wollte der Syrer in die Tiefe springen.

München - Großeinsatz in der Innenstadt: Ein Syrer drohte damit, vom Dach eines Parkhauses zu springen. Die Polizei sperrte großräumig ab.

Passanten bemerkten nach Angaben der Polizei am Dienstag gegen 10 Uhr in der Marsstraße einen Mann, der auf dem Dach eines Parkhauses stand und offensichtlich ein Messer in der Hand hielt. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen 37-jährigen syrischen Asylbewerber, der auf arabisch verschiedene Forderungen schrie und drohte, sich herunter zu stürzen.

Die Polizei sperrte die Marsstraße zwischen Dachauer- und Hirtenstraße ab. Die Feuerwehr legte Sprungkissen aus. Zusammen mit einem Dolmetscher nahm die Polizei Kontakt zu dem Mann auf und konnte ihn schließlich überreden, von der Dachkante zurückzutreten und mitzukommen.

Gegen 11.20 Uhr konnte er in polizeilichen Gewahrsam genommen werden. Bei einer Befragung in der Polizeiinspektion nannte er als Grund für seine Handlungen, dass er seine Familie holen wolle. Diese würde sich in einem Flüchtlingslager zwischen der Türkei und Syrien befinden. Hierzu würde er seinen Pass benötigen, um dorthin reisen zu können.

Da der Mann in Lichtenfels untergebracht ist, ist die dortige Ausländerbehörde für ihn zuständig. Er wurde wegen Nötigung und einer Ordnungswidrigkeit aufgrund Verstoßes gegen seine räumliche Beschränkung angezeigt.

Erst vor kurzem hatte ein Syrer die Polizei in Atem gehalten, weil er auf einen Kran gestiegen war, um seine Familie nach Deutschland zu holen.

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn München: Erneuter Stellwerksausfall auf der Linie S7
S-Bahn München: Erneuter Stellwerksausfall auf der Linie S7
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Sechs Orte in München, an denen wir uns aufwärmen
Sechs Orte in München, an denen wir uns aufwärmen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion