Bauprogramme in München

Millionen-Projekt: Das plant die Stadt für ihre Sportstätten

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In München soll sich 

Es lebe der Sport: München will Millionen in seine Sport-Infrastruktur stecken. Am Mittwoch soll ein erstes Programm beschlossen werden – parallel zum Schulausbau.

München - Seit sie 2016 ins Amt kam, hat Beatrix Zurek (SPD) betont: Es heiße nicht Bildungsreferat, sondern Referat für Bildung und Sport – letzterer solle einen höheren Stellenwert erhalten. Nun hat die Referentin ihr erstes Sportbauprogramm vorgestellt, das der Stadtratsausschuss am Mittwoch behandeln soll. Vorausgegangen ist eine Menge Arbeit: 45 städtische Sportanlagen wurden untersucht und je nach Erneuerungsbedarf in eine Reihenfolge gebracht. Zudem wurde ein Standard-Raumprogramm erstellt: Künftig sollen alle Anlagen gleich ausgestattet sein – etwa bei der Spielfeldgröße und der Zahl der Umkleiden.

Zunächst vier Baumaßnahmen pro Jahr

Als erste Säule soll der Stadtrat jährlich vier Baumaßnahmen beschließen. Mehr geht laut Zurek nicht, weil der Spielbetrieb sonst keine Ausweichorte hätte. Für das erste Paket soll am Mittwoch ein Ausgabenbudget von 18,2 Millionen Euro abgesegnet werden. Die Maßnahmen betreffen die Sportanlagen Moosacher, Ebereschen-, Thalkirchner und Agilolfingerstraße. Dort sollen neue Betriebsgebäude und Spielfelder gebaut und Kunstrasen erneuert werden. Im zweiten Paket – Beschluss 2018 – stehen die Anlagen Siegenburger Straße, Grohmannstraße, Hans-Denzinger-Straße und St.-Martin-Straße.

Die zweite Säule des Programms sind 19 Groß- und Sonderprojekte, darunter die Nutzung der Olympiaregattaanlage, das neue Actionsportzentrum in der Pasinger Eggenfabrik und die Sanierung des Dantestadions. Als dritte Säule will das Referat 47 Baumaßnahmen von Vereinen mit 18 Millionen Euro Zuschüssen und 13 Millionen Euro zinslosen Darlehen fördern. Zu den geplanten Projekten – Baubeginn 2018 – zählen etwa die neuen Sporthallen für den ESV München-Ost und den TSV München-Ost.

Bauen für die Bildung: München investiert Mega-Summe für neue Schulen

Unabhängig davon soll der Stadtrat am Mittwoch auch über neue Sportstätten entscheiden, die zum Schulbauprogramm gehören. Hierbei sollen 31 neue Sport- und drei neue Schwimmhallen entstehen.

Bei der Pressekonferenz zum Schul- und Sportausbau gestern zeigten sich Zurek, Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) und Baureferentin Rosemarie Hingerl (parteilos) überzeugt, auf einem guten Weg zu sein. Bis zum Jahr 2030 rechnet die Stadt mit 11 700 Schülern mehr als aktuell. In den vergangenen Jahren waren 270 Schulstandorte analysiert und priorisiert worden. Im Februar 2016 hatte der Stadtrat das erste Programm, das 1,5 Milliarden Euro teuer sein wird, beschlossen. Das zweite – über das am Mittwoch vorentschieden wird – soll 2,4 Milliarden kosten.

Mit den ersten beiden Paketen seien nun 73 Prozent der dringlichsten Projekte in Angriff genommen: „Das kann sich sehen lassen“, so Strobl. Vier neue Grundschulen werden zum Herbst eröffnen. Hingerl hob hervor, dass es gelungen sei, bei den Flächen für Grundschul-Neubauten zu sparen. Zudem könne dank der beschleunigten Beschlussverfahren überlappend geplant und gebaut werden, so dass es von der Idee einer Schule bis zu deren Fertigstellung meist nur noch vier Jahre dauere.

Baukosten können sich noch ändern

Wie umfangreich das dritte und das vierte Bauprogramm werden? Hingerl spricht von insgesamt rund 30 Maßnahmen „in der Mache“ – das wäre etwa die Hälfte der bisherigen Pakete. Jedoch ergäbe sich oft kurzfristig neuer dringlicher Bedarf, so Hingerl: „Das System ist flexibel.“ Ein Unsicherheitsfaktor sei, wie der Markt auf dieses Volumen an Ausschreibungen reagiere – wodurch die Baukosten sich noch verändern könnten.

Im Hinblick auf die Kosten sagte Strobl: „Ich glaube nicht, dass wir die neun Milliarden erreichen.“ Diese Zahl hatte vor zwei Jahren die Kämmerei in Umlauf gebracht – für die Schulbau-Offensive bis 2030. Damit hatte sie eine allzu grobe Schätzung von Zureks Amtsvorgänger Rainer Schweppe (SPD) korrigiert.

von Christine Ulrich

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