Großstädte im Gehalts-Vergleich: So viel verdienen Münchner mehr!

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Ein Durchschnittsmünchner verdient mehr als ein Durchschnittsdeutscher.

Klar, München ist ein teures Pflaster: Die Tasse Kaffee kostet 3,20 Euro, für die unmöblierte Wohnung mit zwei Schlafzimmern sind 1600 Euro fällig.

Einer Studie des US-Unternehmensberaters Mercer zufolge ist München Deutschlands teuerste Stadt. Aber können sich die Münchner ihre Stadt auch wirklich leisten? Ja! Das ergab zumindest eine Untersuchung des Beratungsunternehmens PersonalMarkt. Die auf Vergütungsthemen spezialisierte Hamburger Firma hat mehr als 100 000 aktuelle Gehaltsdaten von 109 Berufen aus deutschen Großstädten ausgewertet und in ein Ranking gebracht. Das Ergebnis: Das Gehaltsniveau in München liegt stolze 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (siehe Tabelle unten).

Quelle: www.personalmarkt.de / Alle Angaben in Euro

Den Erhebungen von PersonalMarkt zufolge verdient eine Sekretärin bei uns 2967 Euro (Bundesschnitt: 2580), ein Maurer bekommt 2989 Euro (2599), eine Arzthelferin 2275 Euro (1978) und ein Key Account Manager (Kundenbetreuer) sogar 6315 Euro (5491). Die hohen Münchner Gehälter werden in Deutschland nur noch von der Bankenmetropole am Main getoppt: In Frankfurt liegen die Gehälter 18 Prozent über dem Schnitt. Für die einzelnen Berufe heißt das: Der Frankfurter verdient noch einmal bis zu 170 Euro mehr als der Münchner.

Mit Abstand einsame Schlusslichter des Rankings sind Dresden (11 Prozent unter dem Durchschnitt) und Leipzig – hier zahlen die Arbeitgeber sogar 17 Prozent weniger. Am meisten aufgeholt haben die Kölner: Hier ist das Gehaltsniveau um fast 4 Prozent gestiegen. Gesunken ist das Verdienstniveau dagegen in Hamburg und Nürnberg.

Auffallend ist, dass die regionalen Unterschiede immer kleiner werden und die Gehälter sich mehr und mehr angleichen. Das gilt vor allem für die Städte am unteren Ende des Rankings. „In Frankfurt und München gab es schon immer leichte Schwankungen“, sagt Tim Böger, Geschäftsführer von PersonalMarkt. „Aber auch in Dresden, wo die Gehälter 11 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegen, ist das Gehaltsniveau heute deutlich höher als noch vor zwei Jahren.“

Quelle: tz

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