Grün für Busse der Linie 152 - Rot für Autos

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Der 152er-Bus verbindet auf 12,8 Kilometern Osten und Westen der Stadt. Die Busse passieren 36 Haltestellen und 43 Ampeln, von denen 25 bereits für andere Linien umgebaut wurden. Die anderen sollen hinzukommen.

München - München gibt dem Nahverkehr Vorfahrt. Die Stadt will nun auch die Buslinie 152 beschleunigen - und bremst damit Pkw aus. 5,5 Millionen Passagieren kommt das zugute.

Wenn sich Bus oder Tram nähern, schalten schon jetzt 280 Ampeln auf Grün - jede dritte Anlage im Bus-Netz. Jetzt kommen noch einige dazu: Die wichtige Buslinie 152 zwischen Rotkreuzplatz und Ostbahnhof soll noch heuer beschleunigt werden. Darüber entscheidet am Dienstag der Stadtrat. Mehr Grün für Münchens Busse - und die Autofahrer an der Kreuzung sehen derweil Rot...

Einmal quer durch die Stadt schlängelt sich der 152er-Bus. Schon jetzt steigen 5,5 Millionen Passagiere pro Jahr ein - die MVG beobachtet einen enormen Zuwachs. Darum hat die Stadt die Linie für ihr Beschleunigungsprogramm ausgewählt: Noch heuer sollen 18 Ampeln entlang der Strecke umgebaut, ausgetauscht oder optimiert werden. Die neuen Geräte können heranfahrende Busse über ein Funksignal erkennen und ihnen Vorfahrt gewähren. Das verkürze die Fahrtzeit des 152er um sechs bis acht Minuten, schreibt die Verwaltung den Stadträten. Bislang dauert die Fahrt 47 Minuten.

Zusätzlich sollen 2013 neun Haltestellen des 152ers barrierefrei umgebaut und verlängert werden. Denn die MVG will die Strecke zum Metrobus mit der neuen Nummer 62 aufwerten, auf der Linie würden dann die langen Gelenkbusse fahren. Kosten: 2,5 Millionen Euro. Betroffen sind davon auch die Autofahrer. Die Busbeschleunigung könne zum Beispiel eine grüne Welle unterbrechen, heißt es in einem früheren Beschluss des Stadtrats, der sich schon 2005 für den Nahverkehr ausgesprochen hatte. „Die Busbeschleunigung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Sicherung der Attraktivität des Straßenbahn- und Busverkehrs“, bilanziert Wirtschaftsreferent Dieter Reiter. Bislang seien acht Linien schneller unterwegs - mit bis zu 23 Prozent kürzerer Fahrtzeit. Das verbessere die Pünktlichkeit, erleichtere das Umsteigen und sorge für ruckelfreie Fahrt. Die Stadt will künftig auch auf den Linien 144/145, 56 und 133 aufs Gas treten. Die Beschleunigung der Linie 50 wird geprüft.

DAC

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