Die Stimme der Fahrgäste

Gründer der Aktion Münchner Fahrgäste überraschend verstorben

+
Andreas Nagel war das Sprachrohr der Münchner Fahrgäste. 

München - Trauer um einen Unbequemen: Andreas Nagel starb plötzlich und unerwartet im Alter von 57 Jahren. Er war der Gründer und die Seele der Aktion Münchner Fahrgäste.

Andreas Nagel, Gründer und Seele der Aktion Münchner Fahrgäste, ist tot. Er starb überraschend am Freitag in München, wie Aktions-Mitglied Stefan Hofmeir gestern bestätigte. Der 57-Jährige habe sich nicht wohl gefühlt und wollte zum Arzt gehen. „Vor der Praxis ist er dann zusammengebrochen“, so Hofmeir.

Nagel hatte 1989 die Aktion Münchner Fahrgäste gegründet und sich seither auf vielen Ebenen für mehr Qualität und Sicherheit im Nahverkehr eingesetzt. Für die Verhaltens- und Selbsthilfetrainings in der S-Bahn, die er zusammen mit der Polizei entwickelt hat, ist Nagel 2012 mit dem Bayerischen Nahverkehrspreis ausgezeichnet worden. 22 Jahre lang war der gebürtige Stuttgarter als Mitglied der Wählergruppe David contra Goliath im Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen aktiv. Sein Dickschädel, mit dem er seine Anliegen vertrat, war gefürchtet. „Er konnte heftig werden“, erinnert sich BA-Chefin Angelika Pilz-Strasser (Grüne). „Aber es gab keinen Abend, wo er nicht anschließend gekommen wäre, um ein paar versöhnliche Worte zu sagen.“ Die Nachricht vom Tod sei im Gremium mit großer Bestürzung aufgenommen worden. 

Am 26. Januar um 19 Uhr soll in St. Ludwig eine Trauerfeier für Andreas Nagel stattfinden. 

Peter T. Schmidt

Auch interessant

Meistgelesen

Dieser Bierverkauf am Fischbrunnen freut Münchner und macht Gastronomen wütend
Dieser Bierverkauf am Fischbrunnen freut Münchner und macht Gastronomen wütend
Treibstoff wurde knapp: Eurowings-Maschine Richtung München muss in Nürnberg landen
Treibstoff wurde knapp: Eurowings-Maschine Richtung München muss in Nürnberg landen
Vollsperrung am Isarring: Der Grund war kein Unfall
Vollsperrung am Isarring: Der Grund war kein Unfall

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.