Forderung: Rechten Bands keine Bühne bieten

Grüne schimpfen über Auftritt von Skandal-Rockband Frei.Wild

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Die Band Frei.Wild protestiert im März 2013 in Berlin mit Fans gegen ihren Ausschluss von der Echo-Verleihung.

München - Die Münchner Grünen sind sauer - weil sich Stadtrat und Olympiapark GmbH nicht gegen den Auftritt der umstrittenen Deutschrock-Band Frei.Wild gewehrt haben. Sie fordern: Gebt rechten Bands keine Bühne.

Die Münchner Grünen kritisieren Stadtrat und Olympiapark GmbH wegen des Auftritts der südtirolerischen Deutschrock-Band Frei.Wild in der Münchner Olympiahalle. Der Vorsitzende der Münchner Grünen Beppo Brem sagte zum dem Konzert von Donnerstagabend: "Frei.Wild spielt bewusst mit Codes der rechten Szene, ohne sich offen rechtsradikal zu geben und trägt ihr rechtes Gedankengut vermeintlich unpolitisch in eine breite Öffentlichkeit. Sie sagen es nicht direkt, ihr Klientel weiß aber genau was gemeint ist."

Marcel Rohrlack, Sprecher der Grünen Jugend München ergänzt: "Städtische Veranstaltungsräume dürfen nicht Plattform für völkisches Gedankengut und gefährlichen Nationalismus sein. Wir fordern den Stadtrat auf alle Möglichkeiten auszuschöpfen damit in München die Saat der Intoleranz nicht auf fruchtbaren Boden fällt."

Auch Stadträtin Lydia Dietrich kritisiert den Auftritt: "In München gehen Tausende Bürgerinnen und Bürger gegen die Neonazi-Aufmärsche und Pegida auf die Straße und dann tritt eine Band auf, die sich zumindest nicht eindeutig vom rechtsradikalen Gedankengut distanziert. Ich erwarte von der Olympiapark GmbH, dass sie in Zukunft solchen Bands wie Frei.Wild keine Bühne bietet."

Auftritte der italienischen Deutsch-Rocker rufen regelmäßig Proteste hervor. Auch als Frei.Wild vor zwei Jahren in Landshut spielte, kam es vorab zu Widerstand.

Schüler des privaten Gymnasiums Seligenthal wandten sich in einem offenen Brief an den Landshuter Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) und forderten, der Band keine Bühne für ihre "völkisch und nationalistisch" geprägten Lieder zu bieten.

dg

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