Mit der Umsetzung hapert es aber

Grüne: So soll die Isar in München schöner werden

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Erhardtstraße: Die Rathaus-Grünen wollen, dass der Verkehrsraum an der Isar neu aufgeteilt wird. Pro Fahrtrichtung müsse eine Spur ausreichen. An den Ampeln seien noch Abbiegespuren möglich. Dadurch entstünde Platz für mehr Grünbereiche, Fuß- und Radwege. So könnte künftig etwa die Erhardtstraße aussehen.
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Boschbrücke: Treppenabgänge und Aussichtspodeste: Wo jetzt noch steile Ufermauern den Zugang zur Isar verwehren, könnten wie hier bei der Boschbrücke vor dem Patentamt Stufen entstehen. Plattformen könnten zusätzlich Blicke auf das Wasser ermöglichen. In diesem Bereich wird übrigens auch ein Flussbad geprüft.
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Ludwigsbrücke: Derzeit hat auf der Ludwigsbrücke der Autoverkehr Vorrang. Die Grünen möchten, dass künftig Fußgänger, Radler und Nahverkehr vor dem Deutschen Museum Vorfahrt haben. Der Autoverkehr soll durch Grüne Wellen und Beschilderungen auf andere Straßen umgeleitet werden, die mehr Kapazität haben.
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Praterinsel: Im Workshop der Stadt im August 2013 wurden Ideen entwickelt, wie etwa neue Sitzgelegenheiten am Wehrsteg zwischen Prater- und Museumsinsel installiert werden können. Die Stadtverwaltung schiebt diese schnell zu realisierenden Vorschläge aber auf die lange Bank.
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Schwindinsel: Ebenfalls im Jahr 2013 wurden Stege am Ufer der Schwindinsel angeregt. Auch diese ließen sich verwirklichen, ohne Verkehrsgutachten für die Straßen an der Isarparallele abwarten zu müssen. Die Insel selbst soll, so die Grünen, ein verstecktes Idyll bleiben.
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Maximiliansanlagen: Die steinernen Sitzstufen an der Wittelsbacherbrücke, die im Rahmen der Renaturierung eingesetzt wurden, sind äußerst beliebt. Der Workshop von 2013 sprach sich für weitere Stufen am Ufer der Maximiliansanlagen aus.

München - Sechs Jahre ist es her, dass die Stadtrats-Grünen beantragt haben, die innerstädtische Isar zugänglicher für die Münchner zu machen. Doch mit der Umsetzung hapert es.

Derzeit verwehren Ufermauern meist den Weg. In Workshops wurden viele Ideen entwickelt, wie die Münchner den Fluss besser erleben könnten. Doch die Stadtverwaltung lässt sich mit der Umsetzung Zeit.

„Die Isar gehört mindestens so zu München wie das Oktoberfest oder der FC Bayern. Doch sie kehrt der Stadt den Rücken zu, sie ist vernachlässigt“, erklärt der Grünen-Fraktionschef Florian Roth, wieso er und seine Kollegen seit 2009 für einen „innerstädtischen Isarplan“ kämpfen. Damals reichte die Öko-Fraktion ein umfangreiches Antragspaket ein, um den Fluss attraktiver zu gestalten. Es folgten zwei Workshops, einer 2012, einer 2013. Dabei wurden viele Ideen entwickelt.

Doch mit der Umsetzung hapert es: Stadtbaurätin Elisabeth Merk beantragt in einer Sitzungsvorlage für den heutigen Planungsausschuss, die baulichen Änderungsvorschläge nur „mittelfristig“ zu verfolgen. „Kurzfristig“ werden nur kleine Maßnahmen wie das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern vorgeschlagen, um mehr Aussichten auf die Isar zu ermöglichen. „Der Antrag bleibt weit hinter unseren Erwartungen zurück“, so Grünen-Verkehrspolitiker Paul Bickelbacher. CSU und SPD wollen das Thema am Mittwoch sogar vertagen. Bickelbacher vermutet: „Die wollen noch ein Verkehrsgutachten für die Isarparallele abwarten, das noch in Arbeit ist. Dabei könnte man viele der Maßnahmen schnell und unabhängig davon durchführen.“

Johannes Welte

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