Nallinger soll zurückschlagen

Grüne wollen sich an Dieter Reiter rächen

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Tritt offenbar zur Bürgermeisterwahl an: Sabine Nallinger.

München - Die Grünen verschafften Dieter Reiter eine fast einstimmige Wahlempfehlung zur OB-Stichwahl. Nun fühlt sich die Ökopartei hintergangen – jetzt soll Sabine Nallinger zurückschlagen!

Die Worte von OB Dieter Reiter (SPD) hallen den Grünen noch in den Ohren: „Die Zukunft ist Rot-Grün und nicht Schwarz-Rot!“ Dafür jubelte ihm die Öko-Basis zu und verschaffte ihm eine fast einstimmige Wahlempfehlung zur OB-Stichwahl. Nun fühlen sich die Grünen hintergangen – jetzt soll Sabine Nallinger zurückschlagen!

Das KVR geht doch nicht an die CSU. „Dies demonstriert in aller Deutlichkeit, dass Dieter Reiter seine Versprechen über eine Zusammenarbeit mit den Grünen wohl nicht halten wollte, um seiner Partei möglichst viele Posten zu sichern“, sagte der Münchner Grünen-Chef Sebastian Weisenburger. Für diesen Fall hätten die Grünen ganz anders verhandelt, heißt es, und man hätte eine andere Einigung gefunden.

Die gescheiterte OB-Kandidatin Sabine Nallinger schäumt: „Wir wollten nicht, dass die Worte von Christian Ude ungehört verhallen.“ Doch die SPD habe sich nicht mehr bewegen wollen – nicht bei den Stadtministerien und nicht bei den vereinbarten Eckpunkten, die weit hinter dem zurückfielen, was zuvor zusammen mit den Grünen verhandelt worden sei.

Doch die Öko-Prtei will zurückschlagen: Nallinger soll am Mittwoch trotzdem bei der Bürgermeister-Wahl antreten – und zwar gegen CSU-Mann Schmid und gegen SPD-Frau Strobl –, um der neuen Stadtregierung möglichst viele Stimmen zu klauen.

DAC

 

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