Schon sechs Sex-Überfälle bekannt

Das ist die Grusel-Spur des Nachtbus-Vergewaltigers

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Er soll den Opfern an der Nachtbuslinie aufgelauert haben. Wer kennt diesen Mann?

München - Er versetzt Frauen in Todesangst: Der Nachtbus-Vergewaltiger wird nun per Foto von der Polizei gesucht. Fast alle Attacken erfolgten in einem bestimmten Viertel.

Egal, wo er in den vergangenen Wochen aufgetaucht ist, versetzte er Frauen in Todesangst. Der unbekannte Vergewaltiger legt dabei eine Kaltblütigkeit an den Tag, die erschreckend ist. Und: Er steigert sich, ergötzt sich an der Angst seiner Opfer. Drei neue Fälle sind schon wieder dazugekommen. Nun jedoch sind seine Stunden in Freiheit hoffentlich gezählt. Denn die Polizei veröffentlichte am Dienstag sein Foto: Wer kennt diesen Vergewaltiger, der in Großhadern und Forstenried entlang der Nachtbus-Linien auf die Jagd nach Frauen geht? Und wieviele Opfer gibt es noch?

Die unheimliche Serie begann in der Nacht zum 25. Mai, als der Täter am Stiftsbogen eine 21-Jährige überfiel. Sie wehrt sich und tritt ihn in den Schritt. Da flieht er.

Nur eine halbe Stunde später greift er in der Heiglhofstraße gleich zwei Frauen gleichzeitig an, langt einer brutal unter den Rock. Auch sie waren in der Nacht mit dem Nachtbus 40 vom Stachus gekommen.

In der Nacht zum 6. Juni wechselt er auf die Nachtbuslinie 41, folgt einer Frau von der Haltestelle in der Stäblistraße (Forstenried) bis ins Wohnhaus, wo er ihr ein Stück aus der Strumpfhose reißt.

Aufgrund der Berichterstattung meldeten sich drei weitere Frauen, die von diesem Mann massiv angegriffen wurden:

Am 14. Mai um 4 Uhr belästigt der Mann bereits im Nachtbus N40 eine Studentin (20). An der Haltestelle Klinikum Großhadern steigt sie aus. Er folgt ihr, legt den Arm um sie und fragt lauernd, ob sie wohl Angst hätte. Dann sagt er den Satz, der ihr Todesangst einflößt: „Vergewaltigungen sind doch gar nicht so schlimm!“ Die 20-Jährige reißt sich von ihm los und rennt um ihr Leben. Der Täter gibt auf.

In der Nacht zum 2. Juni springt der unheimliche Mann in der Krokusstraße aus einem Gebüsch, geht drohend auf eine Verkäuferin (27) zu. Zu ihrem Glück kommt genau in diesem Moment das bestellte Taxi, dass sie zur Arbeit bringen soll. Sie springt ins Auto. Der Täter bleibt zurück.

Beim bislang letzten bekannten Fall am 10. Juni greift der Täter zum ersten Mal bei Tageslicht an. Um 9.30 Uhr hält er auf der Treppe hinab zum U-Bahnhof Haderner Stern eine Sozialarbeiterin (31) am Arm fest. Sie reißt sich los, er folgt ihr, hält sie wieder fest. Erst als sie in die U-Bahn steigt, bleibt er zurück.

Fünf der bislang sechs bekannten Fälle geschahen in Großhadern, die meisten entlang der Nachtsbuslinie N40. Nur einmal tauchte der Täter nachts in der Stäblistraße in Forstenried auf.

Der Mann ist etwa 35 Jahre alt, athletisch gebaut, 1,80 Meter groß und hat kurze schwarze Haare. Er trug bei seinen Taten meist eine schwarze Lederjacke und eine dunkle Hose. Unter Telefon 089/2910-0 bittet die Polizei (Kommissariat 15) um Hinweise.

Dorita Plange 

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