Vor Gericht

Gurlitt beantragt Rückgabe seiner Bilder

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München - Der Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt hat bei Gericht nun die Rückgabe seiner Bilder gefordert. Das teilten seine Anwälte am Mittwoch mit.

Sie legten bereits am vergangenen Freitag Beschwerde gegen den vom Amtsgericht Augsburg im September 2011 ergangenen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss für Gurlitts Münchner Wohnung ein. Mit der Beschwerde sei der Antrag verbunden, die Beschlagnahme der Bilder aufzuheben.

Gurlitts Anwalt Tido Park erklärte, sein Mandant sei sich der moralischen Dimension seines Falls durchaus bewusst. "Das Strafverfahren ist jedoch nicht der richtige Ort für moralische Kategorien." Die Rechtsvertreter Gurlitts äußerten vor dem Hintergrund des immensen öffentlichen Interesses eine "begründete Sorge um die Rechtsstaatlichkeit dieses Verfahrens".

Die Beschwerde stütze sich unter anderem auf formelle Mängel des Gerichtsbeschlusses zu der Beschlagnahme sowie auf eine mangelnde Verdachtsgrundlage. Außerdem sei die Beschlagnahme nach ihrer Auffassung nicht verhältnismäßig - für den gegen Gurlitt von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf der Einfuhrumsatzsteuerhinterziehung sei nicht ersichtlich, weshalb Gurlitts gesamte Sammlung beschlagnahmt werden musste.

Gurlitt ließ weiter erklären, er wolle nach wie vor freiwillig und in eigener Verantwortung einvernehmliche Lösungen für Bilder anstreben, deren Herkunft möglicherweise problematisch sei. Die Augsburger Ermittler ließen 2012 bei Gurlitt gut 1400 Kunstwerke beschlagnahmen. Mehrere hundert dieser Bilder könnten NS-Raubkunst sein.

Auf einer Interentseite kritisierten die Anwälte bereits am Montag das Vorgehen der Behörden.

dpa

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