Wer erbt den Kunstschatz?

Cousine behauptet: Gurlitts Testament ist ungültig

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Das Grab von Cornelius Gurlitts Vater, Hildebrand Gurlitt. Der Rechtsstreit um das Testament Gurlitts geht in die nächste Runde.

München - Eine neue Wende im Fall Gurlitt: Die Cousine des Kunstsammlers will das Gutachten über ihren Vetter überprüfen lassen. Sie glaubt, er sei bei Verfassen des Testaments nicht zurechnungsfähig gewesen.

Die Cousine des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt(1932-2014) will das Gutachten über ihren Vetter überprüfen lassen. Die fast 150 Seiten starke Expertise bescheinige, dass Gurlitt testierfähig war, als er seinen letzten Willen verfasste, ließ Cousine Uta Werner am Freitag mitteilen. Gleichzeitig sei in dem Gutachten aber von schweren psychischen Erkrankungen Gurlitts die Rede. Das Oberlandesgericht (OLG) München, vor dem der Rechtsstreit um das millionenschwere Erbe Gurlitts läuft, wollte sich zunächst nicht zum Inhalt des Gutachtens äußern.

Gurlitt soll laut Cousine nicht zurechnungsfähig gewesen sein

Der im Mai 2014 gestorbene Gurlitt, in dessen Wohnungen in München und Salzburg weit mehr als 1000 wertvolle Kunstwerke gefunden wurden, hatte seine Sammlung dem Kunstmuseum Bernhinterlassen. Seine Cousine glaubt, dass er beim Verfassen seines Testamentes nicht zurechnungsfähig war, und erhebt selbst Anspruch auf das Erbe. Das Gutachten solle nun „fachmedizinisch und rechtlich überprüft“ werden, ließ Werner mitteilen. Bis zum 1. Februar 2016 habe sie Zeit, beim OLG eine Stellungnahme abzugeben.

dpa

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