Dienstgeheimnis verletzt

Gurlitts Anwälte reichen Anzeige ein

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München - Weil im Fall des Münchner Kunstsammlers Cornelius Gurlitt Ermittlungsinterna bekannt geworden sind, haben seine Anwälte nun Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Der Vorwurf lautet „Verletzung des Dienstgeheimnisses“, wie Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger am Montag mitteilte. „Die Preisgabe von Ermittlungsinterna an die Presse und die damit verbundene schwere Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte sind für Herrn Gurlitt in keiner Weise tolerabel“, sagte Gurlitts Anwalt Tido Park. „Dies ist eine eklatante Verletzung des Dienstgeheimnisses.“

Sein Kollege Derek Setz ergänzte: „Unser Mandant kann kein Vertrauen in die gebotene Sachlichkeit und Integrität der Ermittlungsbehörden entwickeln, wenn diese in strafrechtlich relevanter Weise vertrauliche Ermittlungsinformationen an die Medien weitergeben.“

Hintergrund ist nach Angaben Holzingers unter anderem ein Bericht des Focus, der Inhalte der Ermittlungsakte umfasst haben soll. Der 81-jährige Gurlitt steht seit Ende vergangenen Jahres unter Betreuung. Sein Betreuer Christoph Edel hatte die Anwälte und den Sprecher für den Kunstsammler eingesetzt.

dpa

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