Dreist und gefährlich

Unbekannte beschädigen Erdungskabel an S-Bahnstrecke 

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Beschädigte Erdungskabel an Gleisen bei Haar.
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Beschädigte Erdungskabel an Gleisen bei Haar.

München - Ein ICE-Triebwerkfahrer hält die Person auf der Innenseite einer Gleis-Lärmschutzwand für einen Sprayer. Die alarmierte Polizei findet jedoch ganz andere Spuren.

Buntmetalldiebe werden immer dreister. Wurden früher Kabel, teilweise auch ganze Kabeltrommeln sowie auch Gleise und andere Metallteile meist von Baustellen entwendet, konzentriert sich die Straftäter heute oft auf bestehende Bahnanlagen und den Abbau verbauter und fest montierter Metalle. Das berichtet die Bundespolizei in einer aktuellen Meldung.

So auch ein Fall am Mittwochabend: Ein Triebfahrzeugführer eines ICE meldete gegen 19 Uhr im Bereich Haar auf der Innenseite einer Lärmschutzwand eine Person. Er dachte, es handle sich möglicherweise um einen Graffitisprayer.

Streifen von Landes- und Bundespolizei fuhren den vermeintlichen Tatort an, konnten vor Ort aber niemanden mehr antreffen, der dafür in Frage gekommen wäre. Bei der Absuche im Streckenbereich der Lärmschutzwände entdeckten Bundespolizisten an den Gleisen sowie an einem Umspannhäuschen beschädigte Erdungskabel. Die Enden der Kabel waren mittels Werkzeug und körperlicher Gewalt gelöst worden.

Letzter großer Fall im Herbst 2013

Laut Polizei muss davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um Vorbereitungsarbeiten von Buntmetalldieben gehandelt hat. Die abgetrennten Kabelendungen waren teilweise bereits freigelegt, so dass im nächsten Schritt die Ummantelung hätten gelöst werden können.

Den letzten größeren Fall dreisten Buntmetalldiebstahls im Bereich der Bundespolizeiinspektion München gab es Anfang Oktober 2013. Damals waren an 33 Masten und zwei Signalen an der Bahnstrecke Poing - Markt Schwaben mehr als 140 Meter Erdungskabel entfernt worden. Die Bahnstrecke konnte daraufhin für mehrere Stunden nur mit dieselbetriebenen Zügen befahren werden.

mm/tz

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