Bau von Wohn- und Geschäftsgebäude

Supermarkt ja, aber bitte nicht so: Haar lässt Planer abblitzen - Das ist der Grund

Einen Supermarkt im Haarer Ortszentrum hätte auch der Bauausschuss gerne – aber bitte nicht so, wie es sich ein Investor vorgestellt hat.

Haar – Zu wuchtig, zu dicht bebaut und eine extrem schwierige Verkehrssituation: So beurteilt der Ausschuss Pläne für ein Wohn- und Geschäftshaus samt Supermarkt im Herzen der Gemeinde, an der Leibstraße Ecke Wasserburger Straße (B 304). Und hat dem Investor die Pläne zur Überarbeitung zurückgeschickt.

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„Wir könnten hier einen neuen Supermarkt gut gebrauchen, als Publikumsmagnet für das Ortszentrum“, sagte Zweite Bürgermeisterin Katharina Dworzak (SPD), die die Sitzung leitete. Eine zusätzliche Belebung der Leibstraße findet auch SPD-Fraktionssprecher Alexander Zill gut – aber im Sinne von mehr Kundschaft für die Einzelhändler, nicht von mehr Verkehrsbelastung. „Die Leibstraße ist jetzt schon mehr als überlastet“, sagte CSU-Fraktionschef Dietrich Keymer. Und im Neubaugebiet Jugendstilpark kommen noch 2500 Einwohner und entsprechend mehr Verkehr dazu. Die CSU ist gar grundsätzlich gegen das Projekt an dieser Stelle, der Einmündung zur Wasserburger Straße. Auf der strömen täglich rund 30 000 Fahrzeuge durch Haar.

Geplant ist ein Rewe-City mit Backshop - Kritik am „Semmelaufwärmer“

Der Investor stellt sich auf den Grundstücken Leibstraße 4 und Wasserburger Straße 19 ein Wohn- und Geschäftshaus vor: im Erdgeschoss ein Supermarkt – ein Rewe-City, hieß es im Bauausschuss – inklusive Backshop, auf 770 Quadratmetern bei eineer Verkaufsfläche von 650 Quadratmetern; dazu elf Wohnungen mit insgesamt 750 Quadratmetern im Ober- und Dachgeschoss; dazu eine Tiefgarage mit 45 Stellplätzen. Die Bebauung wäre dichter als bisher festgesetzt.

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Daran störten sich die Gemeinderäte im Bauausschuss. Die SPD hat auch einen Vorschlag, wie das Gebäude kleiner werden könnte: Weg mit dem Backshop. „Warum brauchen wir da noch einen Semmelaufwärmer?“, fragte Alexander Zill. Im Ortszentrum gebe es bereits jetzt Bäcker und Konditor.

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Der Bauausschuss hat, gegen die Stimmen der CSU, die gleich abgelehnt hätte, einen endgültigen Beschluss zurückgestellt. Der Investor soll die Pläne überarbeiten lassen. Unter den Maßgaben: Verkleinerung des Neubaus, Backshop streichen, Verkehrserschließung verbessern und prüfen, ob das nördlich angrenzende Grundstück auch ins Projekt einbezogen werden kann. 

Rubriklistenbild: © Gerald Förtsch/Archiv

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