Bundespolizei ermittelt gegen Dortmund-Anhänger

Das haben BVB-Fans unter einem ICE-Sitz versteckt

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Rund 20 Stück dieser Böller namens „La Bomba“ haben BVB-Fans am Samstag unter einem ICE-Sitz versteckt.

Dortmund-Fans haben die Aufmerksamkeit der Bundespolizei auf sich gezogen, weil sie am Samstag vor dem Fußball-Kracher gegen den FC Bayern etwas in einem ICE versteckt hatten.

München/Dortmund - Sie wollten dem Bundesliga-Kracher gegen den FC Bayern München noch etwas mehr Würze geben, schafften es mit ihrer explosiven Fracht aber nicht bis in die Allianz Arena. Fans von Borussia Dortmund haben am Samstag kurz vor ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof Pyrotechnik unter einem Sitz in einem ICE versteckt. Jetzt ermittelt die Bundespolizei wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Mitarbeiter der Deutschen Bahn fanden bei einer Kontrolle erst einen Tag später, was ein BVB-Anhänger unter seinem Sitzplatz deponiert hatte. Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz wurden eingeleitet. Gegen 23.30 Uhr kamen die rund 20 - in einem Plastikbeutel verpackten - Böller im Betriebswerk der Deutschen Bahn zum Vorschein. Der Intercity-Express hatte München am Sonntag gegen 19.25 Uhr erneut aus Dortmund erreicht.

Ermittlungen ergaben, dass der ICE tags zuvor als ICE 515 von Dortmund nach München unterwegs war. Mehr als wahrscheinlich, dass Anhänger der Schwarz-Gelben die Knaller mit in die Allianz Arena schmuggeln wollten. Die Bundespolizei vermutet, dass die Böller mit dem einprägsamen Namen „La Bomba“ vergessen oder versteckt wurden, weil am Hauptbahnhof ein großes Polizeiaufgebot auf die BVB-Fans wartete. Beamte stellten die Päckchen sicher. Fraglich, ob die Böller ihrem Team gegen einen furios aufspielenden FC Bayern überhaupt etwas gebracht hätten.

Die Bundespolizei weist im Zuge dessen darauf hin, dass die Mitnahme von gefährlichen, explosiven und entzündbaren Gegenständen und Stoffen in allen Zügen verboten ist. Für Pyrotechnik gelten die Bestimmungen der Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern (GGVSEB) und des Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) für Gefahrguttransport. Reisende, die Pyrotechnik mit sich führen, können von der Beförderung und Weiterbeförderung - ohne Anspruch auf Erstattung - ausgeschlossen werden.

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