Fünf Männer vor Gericht

Haben sie den Münchner Ulf M. (39) totgeprügelt?

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Die fünf Angeklagten am Mittwoch vor dem Landgericht Dessau (Sachsen) – sie sollen den Münchner UIf M. ermordet haben

München/Dessau - Diese fünf jungen Männer müssen sich seit Mittwoch in Dessau in Sachsen wegen des Mordes an dem Münchner IT-Spezialisten Ulf M. (39) verantworten.

Sie sollen ihr Opfer am 9. Januar 2012 von einem Rastplatz an der A 9 (Berlin-München) in Sachsen-Anhalt in einen Wald verschleppt und zu Tode geprügelt haben.

Gleich zu Beginn – und noch vor dem Verlesen der Anklageschrift – wurde der Prozess auf den 11. Februar vertagt. Die Verteidiger hatten den Antrag gestellt. ihre Begründung: Die Angeklagten hätten zu spät vom Mordvorwurf gegen sie erfahren.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten an die Geldkarten samt Geheimzahl des 39-Jährigen kommen wollten. Sie hätten damit später im Wert von 4000 Euro Lebensmittel und Bekleidung gekauft, hieß es. Den Männern im Alter von 21 bis 31 Jahren wird auch erpresserischer Menschenraub, Raub mit Todesfolge und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Die Eltern des Opfers und zwei Brüder treten als Nebenkläger auf. Die Angehörigen hatten im Gerichtssaal ein Bild von Ulf M. aufgestellt. Der IT-Spezialist hatte seine Münchner Wohnung ausgeräumt und wollte die Möbel zu seinen Eltern in die Nähe von Hamburg bringen, bevor er für mehrere Monate nach Asien aufbrechen wollte. Auf einem Autobahnrastplatz hatten die Täter ihn überwältigt, als er von der Toilette kam.

Die Leiche des gefesselten Mannes wurde etwa eine Woche nach der Tat in dem Transporter in einem unwegsamen Waldstück bei Coswig (Landkreis Wittenberg) entdeckt. Laut Obduktion war er zu Tode geprügelt worden und an einer Lungenembolie gestorben.

tz

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