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Hadern

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Parkplatz vor dem Universitätsklinikum Großhadern in München
Das Universitätsklinikum Großhadern in München © HRSchulz / IMAGO

Hadern ist ein moderner Stadtteil, der sich im Zentrum den Charakter eines Dorfes erhalten hat. Alles Wissenswerte über Geschichte und Besonderheiten dieses Stadtbezirks übersichtlich zusammengefasst.

München – Wer in Hadern die Heiglhofstraße entlang schlendert, findet hier noch alte Bauernhäuser und eine malerische Dorfkirche. Dieser alte Dorfkern bildet einen scharfen Kontrast zu den modernen Wohnanlagen des Stadtteils und ist Teil des facettenreichen Ambientes dieses Wohnviertels. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Stadtteil Hadern – Lage und Einwohnerzahlen

Hadern liegt im Südwesten von München. Der Stadtteil bildet die südwestliche Grenze der bayerischen Landeshauptstadt. Im Norden befindet sich der Nachbarbezirk Laim, im Westen der Stadtteil Sendling. Im Süden befindet sich in weiten Teilen der Waldfriedhof.

Hadern hat eine verkehrsgünstige Lage an den Bundesautobahnen A95 und A96. Über die U-Bahn Linie U6, die vom Forschungszentrum Garching im Osten quer durch die Stadt bis zum Klinikum Großhadern verläuft, besteht zudem eine ausgezeichnete Verbindung in die City.

Hader besitzt eine Fläche von rund 922 Hektar. Mit knapp 50.000 Einwohnern hat der Stadtteil eine Bevölkerungsdichte von etwa 54 Personen pro Hektar (Stand: 2019).

Hadern – die Geschichte des Stadtteils

Der Stadtteil Hadern entwickelte sich aus einem Bauerndorf. Im 11. Jahrhundert wurde der Ort unter der Bezeichnung „Haderun“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Das Dorf gehörte damals zwei unterschiedlichen kirchlichen Besitzungen: Großhadern war Teil der Ländereien von Kloster Benediktbeuern, Kleinhadern von Kloster Schäftlarn.

Weitere Höhepunkte in der Geschichte des Stadtteils sind:

Durch die zahlreichen Wohnungsbauprojekte entstanden im Stadtteil Hadern in den 1970er- und 80er-Jahren mehrere Großwohnanlagen. Diese stehen vor allem in den Vierteln Blumenau und Neuhadern.Die jüngsten Baumaßnahmen fanden in den letzten Jahren im Bereich um das Klinikum Großhadern statt.

Stadtteil Hadern – Besonderheiten in diesem Viertel

Hadern ist vor allem durch das Klinikum Großhadern bekannt. Es heißt mit vollem Namen Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, kurz LMU-Klinikum. Die Klinik ist nach der Berliner Charité das zweitgrößte Krankenhaus für Maximalversorgung in Deutschland und umfasst unter anderem:

Die Schwerpunkte des Klinikums Großhadern liegen bei Transplantation, Onkologie, Neurologie und Neurowissenschaften, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.

Ein weiterer Höhepunkt im Stadtteil Hadern ist der weitläufige Waldfriedhof aus dem Jahre 1907. Er ist der größte von München und war seinerzeit der erste seiner Art, bei dem die Gräber ohne strenge geometrische Struktur im Wald liegen. Der Waldfriedhof ist heute ein Landschaftsschutzgebiet und besteht aus dem alten und neuen Teil sowie Kriegsgräberstätten.

Eine andere Besonderheit im Stadtbezirk 20 ist das Wohnviertel Blumenau. Seine Bezeichnung verdankt es den Straßennamen: Ihre Bewohner benannten ihre Straßen nach den Blumen, mit denen sie ihre Vorgärten bepflanzten. Daher prangen auf den Straßenschildern Namen wie Krokus, Veilchen oder Silberdistel, obwohl in dieser Gegend weit und breit weder öffentliche Grünanlagen noch Gärtnereien vorhanden sind.

Hadern – die Sehenswürdigkeiten im Stadtteil

In Hadern finden Besucher einige interessante Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören:

Wer eine Alternative zum Oktoberfest sucht, kommt bei den Dorffesten auf dem Max-Lebsche-Platz auf seine Kosten. Zweimal im Jahr treffen sich Einheimische und Gäste hier zum Feiern bei guter Musik und zahlreichen kulinarischen Schmankerln.

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