Bei Eiseskälte

Baby-Schildkröte vor Supermarkt ausgesetzt

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Die kleine Schildkröte mit ihrem Mitbewohner, einer Christbaumkugel in Schildkrötenform.

München - Wie herzlos: Ein Unbekannter hat eine Schildkröte vor dem Rewe-Supermarkt in Hadern ausgesetzt. Das Tier war nur wenige Monate alt.

In einer Plastikwanne mit Einstreu und einem Nagerhäuschen wurde die kleine Griechische Landschildkröte am Donnerstagabend vor dem Rewe-Supermarkt ausgesetzt. Zudem hatte das Tier einen etwas doch kurios anmutenden Mitbewohner: eine Christbaumkugel in Form einer rosa Schildkröte mit Hut.  Der Finder hat das Tier der Reptilien-Auffangstation übergeben.  

„Hier war offensichtlich ein vollkommen verantwortungsloser und unkundiger Mensch am Werk“, kritisiert Stationsleiter Dr. Markus Baur den Unbekannten. „Nach dem Deutschen Tierschutzgesetz ist es nicht nur verboten und strafbar, ein Tier einfach auszusetzen. Die kleine Schildkröte hätte außerdem bei den derzeitigen Temperaturen binnen weniger Stunden erfrieren können. Sie hatte Glück, dass sie so schnell gefunden wurde.“

Die zuständige Veterinärbehörde ist über den Vorfall bereits informiert. Die Auffangstation wird den Tatbestand außerdem bei der Polizei anzeigen. Für den Fall, dass der Unbekannte ermittelt werden kann, droht ihm eine Geldstrafe von bis zu 2500 Euro.

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