„Nebeneinander wohnen – Miteinander leben“

Mehrgenerationenhaus soll an der Ludlstraße entstehen

An der Ludlstraße soll das Wohnprojekt verwirklicht werden.

„Nebeneinander wohnen – Miteinander leben“. Unter diesem Motto plant die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (EFG) Großhadern ein neues Mehrgenerationenhaus.

In Kooperation mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewofag soll im Neubaugebiet an der Ludlstraße (Kleinhadern) in einem der Gebäude eine generationsübergreifende Hausgemeinschaft Platz finden.

„Zur Verwirklichung dieses Zieles ist bezahlbarer Wohn- und Lebensraum nötig, der auch mit seiner Architektur das Miteinander möglich macht“, erklärt Christian Reinhold, einer der Initiatoren des Projekts. So wird es nicht nur 19 Wohneinheiten für Familien, Ehepaare und Alleinstehende jeden Alters geben. Geplant ist auch ein gemeinsames „Wohnzimmer“, also ein Gemeinschaftsraum für Begegnungen. Die Mietkosten dieses Raumes sollen auf alle Mietparteien umgelegt werden.

Doch dieses Konzept bereitet den Initiatoren nun Kopfzerbrechen. Schließlich sollen in einen Teil der Wohnungen einkommensschwächere, finanziell geförderte Münchner einziehen. Der geplante Gemeinschaftsraum unterliegt allerdings keiner Sozialförderung, wie Reinhold nun dem Haderner Bezirksausschuss erklärte. Die Folge: Die Wohnzimmerkosten würden für ärmere Mitmieter zur argen Belastung werden.

Deshalb bat Reinhold den Bezirksausschuss im Namen des Trägers um Schützenhilfe. Es gebe noch kein vergleichbares Modell in München, weshalb man hier einen Präzedenzfall schaffen müsse. Denkbar wäre es, den rund 100 Quadratmeter großen Raum als Sonderfläche auszuweisen, um ihn mit einem niedrigeren Mietzins belegen zu können. Reinhold bat den Bezirksausschuss darum, dieses Anliegen zu unterstützen und ein entsprechendes Schreiben an die städtische Gewofag zu senden. Müsste man den normalen Mietpreis von etwa 14 Euro pro Quadratmeter veranschlagen, sei nämlich das ganze Konzept gefährdet. Die Haderner Lokalpolitiker sagten dies einstimmig zu. Renate Unterberg (Grünen): „Der Gemeinschaftsraum ist doch der Kern des Ganzen.“

Das Interesse an dem Projekt ist laut Reinhold schon jetzt groß. Obwohl frühestens im Herbst 2019 mit der Fertigstellung gerechnet werden kann, „liegen schon jetzt etliche Anfragen vor“. Auch deshalb wird es in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Großhaderner Straße 15) am Samstag, 4. November, ab 16 Uhr eine erste Informationsveranstaltung für Interessierte geben.

Margot Deny

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