Entführt oder entlaufen?

Viele Münchner hatten ihn gern: Verzweifelte Suche nach U-Bahn-Kater Puma

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Kater Puma an seinem Lieblingsplatz: Er lag jeden Tag unter den Fahrkartenautomaten am U-Bahnhof Klinikum Großhadern, genoss die Streicheleinheiten – und kam erst spätnachts wieder heim

Er war bekannt und viele Münchner hatten ihn gern. Seit einiger Zeit ist der Kater mit dem Namen „Puma“, der immer an der U-Bahn-Station Großhadern saß, jedoch verschwunden. Seine Besitzer sind verzweifelt.

München - Jeden Tag saß der rote Kater am U-Bahnaufgang vom Klinikum Großhadern, beobachtete die Passanten und ließ sich von ihnen den Rücken kraulen. Im ganzen Stadtteil war der U-Bahn-Kater von Großhadern bekannt. Doch seit dem Jahreswechsel ist sein Stammplatz unter den Fahrkartenautomaten leer: Puma (9) ist spurlos verschwunden!

U-Bahn-Kater Puma verschwunden: Er liebt Menschen

Besitzerin Astrid N. (49) ist verzweifelt: „Unser Kater fehlt uns sehr!“ Die Krankenschwester wohnt mit ihrer Familie nur ein paar Meter von der U-Bahn entfernt. Puma lebt bei ihnen, seit er sieben Wochen alt ist. Er ist eine Freigängerkatze: Durch seine Katzenklappe kann er das Haus verlassen und wiederkommen, wie es ihm passt. Seit dem Frühling vergangenen Jahres war der U-Bahnhof-Treppenaufgang am Klinikum sein Lieblingsplatz. „Er saß dort jeden Tag von früh bis spät“, sagt Astrid N. „Puma liebt Menschen – ihm hat es dort einfach gefallen.“

Astrid N. (49, r.) und ihre Tochter Milena (24) vermissen ihren Kater. Sie haben nach seinem Verschwinden rund um den U-Bahnhof Flugblätter mit Fotos aufgehängt

Der Verdacht der Familie: „Irgendjemand hat unseren Puma mitgenommen und sperrt ihn nun daheim ein.“ Tatsächlich spricht vieles dagegen, dass der Kater seinen Stammplatz freiwillig verlassen hat. Ob ihn ein ähnliches Schicksal ereilt hat wie Katze Nashi, die einfach ins Gebüsch geworfen wurde? Latze Astrid N. und ihre Tochter Milena (24) haben nach Pumas Verschwinden Flugblätter mit Fotos und ihrer Handynummer aufgehängt. Gleich mehrere Zeugen wollen mitbekommen haben, wie der Kater in einen Korb gesetzt und weggetragen wurde. „Ich hatte an seinem Stammplatz auch Zettel aufgehängt, auf denen stand, dass Puma gechippt ist und gleich ums Eck sein Zuhause hat – damit sich keiner Sorgen macht“, sagt Astrid N. „Auch diese Zettel sind entfernt worden.“

Ein echter Puma spazierte in Kalifornien in das Badezimmer eines Ehepaars. Die Beamten gehen mit Gewalt vor.

Nicht nur die Besitzer sind traurig, auch viele Großhaderner vermissen ihren U-Bahn-Kater, der sogar eine eigene Facebook-Seite mit über 200 Fans hat. Anwohner Michael K.: „Er war die Attraktion für viele Großhaderner auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause. Er war unglaublich zutraulich und wurde von vielen mit Streicheleinheiten verwöhnt.“ Astrid N. hat mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet. „Wir möchten nur unseren Puma wiederhaben. Wenn er mir wiedergebracht wird, würde ich die Anzeige zurückziehen.“ Die Familie nimmt alle Hinweise unter 01 72/851 50 80 entgegen.

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