Ausbau von Laim nach Pasing ist sicher

Neue Pläne: Biegt die U5 sogar nochmal ab?

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Der Stadtrat will die U5-Verlängerung bald beschließen

München - Geht beim U-Bahn-Ausbau nach Pasing noch mehr? Der Plan zur Verlängerung der U5 hält sich einen Abzweig Richtung Süden in die Blumenau offen. Biegt die Trasse nochmal ab?

Die tz hatte bereits im November über die Geheimsitzung zur U5 beim 2. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) berichtet: Da stellte Baureferentin Rosemarie Hingerl (parteilos) den Spitzen von Schwarz-Rot praktisch eine fertige Trasse für die Verlängerung von Laim nach Pasing vor. Jetzt berichtet Schmid die Ergebnisse dem Stadtrat – dabei kommt heraus: Da geht noch mehr! Der Plan hält sich einen Abzweig Richtung Süden in die Blumenau offen. Biegt die U5 nochmal ab?

„Der U-Bahn-Ausbau kommt unter Schwarz-Rot voran“, sagt Bürgermeister Schmid. „Als modernes, leistungsfähiges Verkehrsmittel steht die U-Bahn bei mir seit vielen Jahren ganz oben auf der Agenda.“

Eine neue, alte Idee für die Verlängerung der U5: Die geplante Trasse führt von Laim über Am Knie nach Pasing (rot). Die Stadt hält sich aber auch den Abzweig Richtung Blumenau offen (blau).

Die Blumenau-Überlegung knüpft an die Frühzeit des U-Bahn-Baus an: Schon in den 80er-Jahren wurde überlegt, die U5 nach dem Laimer Platz über die mit Wohnblöcken dicht bebaute Blumenau zu führen. Anschließend müsste die Bahn aber unter freiem Feld Richtung Pasing fahren, was die Bewertung verschlechterte. Der Stadtrat stellte die Planungen 2000 ein. Der Bezirksausschuss von Hadern forderte in seiner Sitzung im Januar die Schleife einmal mehr einstimmig – zumindest solle die Stadt einen Abzweig an der Willibaldstraße Richtung Süden offenzuhalten. Die Schleife ist laut Baureferat jetzt nicht mehr möglich: Die verlängerte U5 soll nämlich nach einem Stadtratsbeschluss unbedingt in Pasing am Knie halten, damit das neue Wohngebiet an der Paul-Gerhardt-Allee per Fußgängerbrücke an die Linie angebunden werden kann. Dann aber müsste die U5 in Laim einen Slalom über die Blumenau und zurück hinlegen, der bautechnisch nicht zu schaffen ist.

Münchens schönste U-Bahnhöfe

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Zum Abzweig in der Willibaldstraße aber stellt Baureferentin Hingerl fest: „Dieser kann ohne Mehraufwand offengehalten werden und ist in der Vorplanung für die Verlängerung enthalten.“ Wie eine Trasse aussehen kann, ob oder wann hier ein Bohrer anrückt, ist offen.

Jetzt geht es erstmal um die Verlängerung nach Pasing: Die Ingenieure haben eine Trasse über die neuen Bahnhöfe Willibaldstraße und Am Knie berechnet. Die Station in Pasing wird so tief gebaut, dass eine Verlängerung nach Freiham möglich ist. Dadurch entsteht eine Mini-Stammstrecke bis zum Ostbahnhof! Noch im ersten Halbjahr soll der Stadtrat den Bau beschließen.

David Costanzo

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