Polizei warnt Bewohner

Einbrecher haben den Stadtteil Hadern entdeckt

Wer im Stadtteil Hadern lebt, ist auf der sicheren Seite. Jedenfalls bescheinigte Polizeioberrat Peter Gloël auf der Bürgerversammlung dem Stadtteil „fast paradiesische Zustände“. Doch die Zahl der Einbrüche nimmt gewaltig zu.

München - Ganz frei von Kriminalität ist auch Hadern nicht. So kam es im Februar dieses Jahres zu einer gefährlichen Körperverletzung in einem Mehrfamilienhaus. Acht Sexualstraftaten wurden aktenkundig (2015: 11) und 44 Autos wurden beschädigt oder gestohlen (2015: 68). Das seien die niedrigsten Werte der letzten zehn Jahre. Dass Hadern dennoch nur der viertsicherste Stadtteil in München ist, liegt an der Zahl der Einbrüche, Trickdiebstähle und Trickbetrugsdelikte. „Dramatisch“ nannte Peter Gloël den Anstieg dieser Straftaten. 

Hadern sei von den Einbrechern im vergangenen Jahr „leider als Attraktionsgebiet erkannt“ worden, so der Dienststellenleiter. 59 Wohnungseinbrüche im Jahr 2016 seien der höchste Wert im Zehnjahresvergleich. Im Vorjahr zählte die Polizei nur 35 Einbrüche. Neben dem Verlust von Geld und Wertgegenständen erlitten die Opfer vor allem psychische Schäden, warnt der Polizeioberrat. Immer wieder gebe es Leichtsinnige, die an der Haustüre Hinweise auf ihre Abwesenheit hinterlassen nach dem Muster „bin bis 18 Uhr nicht da, Paket bitte bei ... abgeben“) hinterlassen.

Neben falschen Gas-, Strom- und Wasserablesern seien vermehrt falsche Polizisten unterwegs, warnte Gloël und riet zu gesundem Misstrauen. „Die Trickbetrüger sind mit allen Wassern gewaschen und hocheloquent“, so der Polizeioberrat. 

Diensthund „Cemal“ hat in Großhadern Anfang Oktober schon zwei Einbrecher gestellt. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Hadern – mein Viertel“.  

mdy

Rubriklistenbild: © picture alliance / Daniel Maurer

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