München-Serie

U6 nach Martinsried: So ändert sich Hadern 2018

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Die U6 soll künftig über Großhadern hinausfahren

Es bewegt sich was in München. Wie die Fortschritte in 2018 aussehen und wer wo auf der Bremse steht, das zeigt unser Blick in die Zukunft von Münchner Stadtteilen. Diesmal ist es Hadern.

► Verlängerung der U6 

Nach ewigen Verhandlungen teilte das Landratsamt im September mit, bei der U6-Verlängerung nach Martinsried sei „der gordische Knoten durchschlagen“. Jetzt drücken die Parteien offenbar wirklich aufs Tempo: Denn inzwischen ­haben Freistaat, Landkreis und die Gemeinde Planegg beim Notar eine Projektmanagement-Gesellschaft gegründet. Diese übernimmt die komplette Abwicklung, von der Entwurfsplanung bis zur Abrechnung. Nächster Schritt dürfte die europaweite Ausschreibung der Projektsteuerung sein. Vielleicht erfüllt sich die Hoffnung von Landrat Christoph Göbel (CSU): „Alle Projektbeteiligten sind zuversichtlich, sich noch 2018 zum Spatenstich in Planegg zu treffen.“ 

► Quartier Ludlstraße

 Die Nachkriegssiedlung an der Lindauer Autobahn ist ­bereits zum größten Teil der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Und der Neubau hat begonnen: Zwischen Senftenauerstraße und Menaristraße entstehen 373 Wohnungen. Ein Großteil ist für Familien vorgesehen. Nach Plan sollen zum Jahreswechsel 2019/20 die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Und noch heuer soll der Entschluss fallen, ob die Ludlstraße eine verkehrsberuhigte Spielstraße wird – das wünschen sich sowohl der Bezirksausschuss als auch die Gewofag.

► Ausbau Sauerbruchstraße 

Seit 2016 warten Anwohner und Pendler auf die Fertigstellung. Nachdem es sich hierbei aber um die „erstmalige Herstellung“ der Straße handelt, treibt die Stadt von den Grundstückseigentümern einen Erschließungsbeitrag ein. Wann mit dem Bau zu rechnen ist? Ungewiss. 

► Lindauer Autobahn

 Auch eine Entscheidung über die Einhausung der Lindauer Autobahn im Stadtgebiet lässt auf sich warten. Laut Baureferats-Sprecher Ingo Trömer gibt es „bei der Vergabe der Mach­barkeitsstudie offene Finanzierungs-­Fragen.“ Hintergrund: Bei Bundes­autobahnen ist grundsätzlich der Bund in der Pflicht. Würde die Stadt die Studie finanzieren, könnte damit ein Präzedenzfall geschaffen werden. Ob diese verfahrene Situation 2018 zu klären sein wird, ist dahingestellt. 

► Hönigschmidplatz 

Gleichzeitig macht die Umgestaltung des Hönigschmidplatzes Fortschritte. Heuer kommt die Bedarfs- und Konzeptgenehmigung.

Johann Stadler (CSU), Vorsitzender des Bezirksausschusses Hadern.

Was der BA-Chef zur U-Bahn sagt:

Das ist der Ausweg aus dem Verkehrs-Chaos Damit Groß­hadern und Martinsried nicht im Verkehrs-Chaos ­versinken, ist der Ausbau der U6 unbedingt notwendig. Endlich wird das Projekt verwirklicht. Bisher fährt die ­U-Bahn ja nur bis Großhadern. Von dort aus müssen die Menschen, die in Martinsried arbeiten, mit dem Bus weiterfahren oder zu Fuß gehen. Einige steigen deshalb gleich ins Auto. Der U-Bahn-Ausbau bedeutet eine Zeitersparnis für sie und entlastet die Umwelt. Doch eine Herausforderung bleibt: Die geplanten 150 Parkplätze am neuen U-Bahnhof reichen meiner Meinung nicht aus. 

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