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Hebamme in U-Haft

Vierfacher Mordversuch in Klinik: Schaurige Details

München - Mehrere versuchte Tötungsdelikte beschäftigen die Münchner Polizei. Die Fälle haben sich im Klinikum Großhadern ereignet. Eine Hebamme sitzt in Untersuchungshaft.

Unheimliche Nachricht: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Mordes in vier Fällen im Klinikum Großhadern. Die Taten sollen sich zwischen April und Juni 2014 ereignet haben. Im Fokus der Ermittlungen: eine Hebamme.

Wie die Polizei berichtet, hatte die Klinik am 10. Juli bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Bei vier Kaiserschnittgeburten war es im Kreißsaal zu lebensbedrohlichen Blutungen gekommen. Der grausige Verdacht: Den Patientinnen soll über eine Infusion eine hohe Dosis des blutgerinnungshemmenden Medikaments Heparin verabreicht worden sein, das normalerweise nicht bei Kaiserschnittgeburten benutzt wird. Es bestand konkrete Lebensgefahr für die Mütter!

Unter Tatverdacht steht eine 33 Jahre alte, deutsche Hebamme. Sie ist seit 2012 im Klinikum Großhadern angestellt, war als einzige Person bei allen vier Operationen anwesend und für die Vorbereitung der Medikamente zuständig. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen die Frau, der am Freitag, den 18. Juli, vollzogen wurde. Die Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft, bestreitet aber den Vorwurf. "Sie sagte, das stimme alles nicht", sagte Kripo-Ermittler Markus Kraus. Nach einem Gespräch mit ihrer Anwältin habe sie sich dann aber dazu entschieden, keine weiteren Angaben zu machen.

"Ich bin schockiert," sagte Prof. Karl-Walter Jauch, ärztlicher Direktor des Klinikums. Die Hebamme habe stets überdurchschnittliche Leistungen gezeigt. Die Klinik habe keinerlei Erklärung dafür, welches Motiv die Frau gehabt haben könnte.

Peter Preuß, Sprecher der Staatsanwaltschaft, schloss bei der Pressekonferenz am Donnerstagmittag ein Versehen aus und betonte noch mal, dass das Mittel die Patienten hätte töten können: "Wir gehen davon aus, dass eine Hebamme das weiß." Damit sei das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

mes

Rubriklistenbild: © Bodmer/sr

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