Dramatische Szenen

Brand in Neuhadern: Bewohnerin unter Verdacht

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Wohnungsbrand an der Weßlinger Straße in München.

München - Bei einem Wohnungsbrand an der Weßlinger Straße in München haben sich dramatische Szenen abgespielt. Mehrere Bewohner mussten befreit werden.

Im Wohnzimmer einer Wohnung war das Feuer ausgebrochen.

Wie die Feuerwehr mitteilt, ereignete sich der Brand am Samstag um 21.12 Uhr an der Weßlinger Straße in München. Ausgebrochen war das Feuer im Wohnzimmer einer Wohnung im zweiten Stock des viergeschossigen Wohnhauses. Die Bewohnerin konnte sich gerade noch rechtzeitig retten. Laut Feuerwehr hatte sie dabei allerdings die Wohnungstür aufgelassen, so dass sich der Brandrauch im Treppenhaus verteilte. Somit war den Bewohnern im darüber liegenden Stockwerk der Fluchtweg abgeschnitten. Auf der Seite zur Schulmeierstraße hin waren bereits zwei Fenster wegen der, in der Brandwohnung herrschenden, hohen Temperaturen geplatzt. Dort drohte das Feuer auf das dritte Stockwerk und den Dachstuhl überzugreifen. Die Besatzung eines Löschfahrzeug erfasste die Situation sofort und ging über eine Steckleiter vor, um hier die Flammen nieder zu schlagen. Ebenso waren weitere Atemschutztrupps über das Treppenhaus unterwegs. Sie führten einen Bewohner, geschützt durch eine Fluchthaube durch das verrauchte Treppenhaus. Während in der betroffenen Wohnung die Brandbekämpfung lief, betreuten die Einsatzbeamten der Drehleiter eine 80-Jährige an ihrem Fenster.

Sie und ein weiterer Bewohner des dritten Stockwerks konnten, nachdem das Treppenhaus rauchfrei war, ins Freie begleitet werden. Insgesamt erlitten fünf Menschen, darunter auch die Mieterin der Brandwohnung, leichte Rauchvergiftungen. Sie wurden nach einer Untersuchung vor Ort in verschieden Kliniken transportiert. Die Brandermittler der Polizei untersuchen derzeit wie es zum Brandausbruch kommen konnte.

Gegen die Wohnungsinhaberin wird laut Polizei derzeit wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Aufgrund ihres labilen Allgemeinzustandes musste sie in ein Krankenhaus

eingewiesen werden. Eine weitergehende Unterbringung wird derzeit geprüft. Der Sachschaden wird auf 80.000 Euro geschätzt.

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