Die Wohnung wurde zur Sex-Hölle

Die Massen-Vergewaltiger aus der Blumenau

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Auch Suleika (getarnt mit roter Mütze) beteiligte sich

München - Am Anfang schien die Party lustig. Sechs junge Burschen und zwei Mädchen lockten eine 15- und 16-Jährige auf eine Party. Doch die Wohnung wurde zur Sex-Hölle.

Eine Clique aus sechs jungen Burschen und zwei Mädchen (15 bis 20 Jahre) quatschten in der Nacht zum 15. Februar am Stachus zwei Mädchen an. Die Schülerinnen (15 und 16) ließen sich überreden, in einer Privatwohnung im Stadtteil Blumenau weiterzufeiern. Dort dauerte es nicht lange, bis das Fest in eine brutale Gruppen-Vergewaltigung ausartete!

Jetzt muss sich die ganze Clique (drei Deutsche, drei Togolesen, eine Irakerin, eine Bosnierin) vor der Jugendkammer des Landgerichts verantworten. Der Haupttäter ist geständig.

Es herrscht drangvolle Enge im Sitzungssaal B 177. Fünf Angeklagte, denen die Staatsanwaltschaft Vergewaltigung und vorsätzliche Körperverletzung in Mittäterschaft vorwirft, werden aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Zweien wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt, weil sie, so die Anklage, „die Vorgänge lediglich beobachteten und mit stellenweisem Gelächter kommentierten“. Eine 18-Jährige ist wegen Beihilfe zur Vergewaltigung angeklagt.

In der Tatwohnung wurden die Männer laut Anklage gegenüber den Schülerinnen immer zudringlicher, angefeuert von Suleika (17, Name geändert): „Die Angeklagte übernahm die Anstifterrolle.“

In diesem Wohnblock in der Blumenau vergingen sich die acht Angeklagten an ihren Opfern.

Nach und nach zogen die Täter ihren Opfern, die sich verzweifelt wehrten, die Kleidung vom Leib. Besonders grob ging der 20-jährige Thomas W. vor. Vier weitere, darunter Suleika, beteiligten sich an den brutalen Misshandlungen und Vergewaltigungen, bei denen auch eine Flasche zum Einsatz kam. Erst nach zwei Stunden Tortur konnten die beiden Opfer aus der Wohnung flüchten. Da die Täter ihnen die Handys abgenommen hatten, klingelten sie an einem Nachbarhaus. Die Täter wurden kurze Zeit später festgenommen. Thomas W. will vor Gericht auspacken, aber ohne Öffentlichkeit. Seine Anwältin Garina Hamel: „Er würde gerne Angaben machen, aber es fällt ihm schwer, über die Tat zu reden.“ Das Gericht schließt die Öffentlichkeit aus, auch die Mütter. So können die Sprösslinge das zugeben, was sie ihren Mamas gegenüber bestritten haben. Nach tz-Informationen legt Thomas W. ein Geständnis ab und belastet seine Freunde schwer. Das Urteil wird voraussichtlich am Freitag fallen.

Eberhard Unfried

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