"Gemotze über den Harras sollte aufhören"

Münchens 15 hässlichste Plätze: Das sagen unsere User

München - Zuletzt haben wir die Bilderstrecke "Das sind die 15 hässlichsten Plätze Münchens" gezeigt. Mittlerweile haben sich zahlreiche User zu Wort gemeldet. Und uns ihre "Favoriten" mitgeteilt.

München ist eine der schönsten Städte der Welt. Aber jede Großstadt hat auch Plätze, die Touristen selten zu sehen bekommen. Wir haben die 15 hässlichsten Plätze Münchens 'prämiert'. Daraufhin meldeten sich zahlreiche User und diskutierten kontrovers die Ergebnisse. Wir haben einige User-Stimmen für Sie zusammengefasst:

User anno2015 empfindet besonders den Orleansplatz als stark misslungen:
"Der Orleansplatz ist schon eine echte Entgleisung - nicht wegen des Ostbahnhofs - sondern weil hier durch Einfallslosigkeit schlicht Ödnis geschaffen wurde. Ein paar Bäume, ein paar Bänke - fertig."

User vico findet, dass beim Wiederaufbau der Stadt vieles richtig gemacht wurde, jedoch in den vergangenen Jahren baulich nicht die richtigen Entscheidungen getroffen wurden:
"Was in München in den letzten Jahren so hingeklotzt wurde, ist nichts was man vermissen möchte. München ist ein Touristenmagnet, weil es sich nach dem Krieg darauf besonnen hat, die geliebte Altstadt und die Anlagen, soweit wie möglich, zu rekonstruieren. Ganz im Gegensatz zu vielen Städten, die das alte "Graffel" beseitigten und Auto gerecht bauten."

User Sendlinger ist, wie übrigens viele Anwohner, sehr zufrieden mit dem neu gestalteten Harras:
"Also der Harras ist tausend Mal schöner, als vor dem Umbau. Dieses Gemotze über den Harras sollte mal aufhören. Und die Bänke sind bei Sonnenschein voll besetzt."

User Spiritus Ombinus zieht aus der Paul-Heyse-Unterführung immerhin etwas Positives:

"Die Paul-Heyse-Unterführung hat zumindest informativen Wert. Genauso sieht eine durchschnittliche New Yorker U-Bahnstation aus. Von den gekachelten Wänden bis zu den Stahlträgern auf dem Mittelstreifen."

User Stefan fühlt sich mit seiner Meinung alleine und ist der Ansicht, dass solche Bauten einfach zum Stadtbild gehören:

"Wahrscheinlich gehöre ich zu den "ewig gestrigen" und stehe mit meiner Meinung alleine da: Hätte man alles besser gehegt und gepflegt (so wie früher , würde man heute nicht darüber berichten müssen. Ich kann auch dem ganzen "Neubau" ( oder dem Ruf danach ) nicht viel abgewinnen, mir fehlt die Identifikation mit der Stadt. Als einfaches Beispiel: Die Einkaufsebene am Stachus hat mir früher besser gefallen als heute. Es sah nach München aus, auch wenn es nicht Trend und modern war. Oder das Klinikum Großhadern - der Klotz gehört zum Bild, zu München so wie vieles anderes auch."

Userin Else ist der Meinung, dass die Liste noch um eine stattliche Baulücke ergänzt werden müsste:
"Ihr habt die MVG-Brache am Betriebshof an der Westendstraße vergessen (ehemaliger Straßenbahnbetriebshof West). Sonst sind viele Treffer dabei. Mein Favorit: Paul-Heyse-Unterführung, die man als Fußgänger eigentlich nur im Schutzanzug durchwandern sollte."

User Münchner findet, dass München im Ganzen stark an Charme eingebüßt hat:
"Ein Foto von München aus der Luft hätte es mittlerweile auch getan. Das liegt auch sicherlich an der schnell wachsenden Stadt, die vor ein paar Tagen auf 1,5 Mio. Einwohner beziffert wurde. Ich fand es vor 30 Jahren auch gemütlicher, als es jetzt in München ist. Die Stadt hat ihren ganzen Charme verloren. Und der lässt sich leider nicht mehr zurückholen."

Das sind die 15 hässlichsten Plätze Münchens

So schön ist München. Doch leider gibt es in der Isarmetropole auch regelrechte Schandflecken. © picture alliance / dpa
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Die Mercedes-Niederlassung ist der einzige architektonische Lichtblick an der Arnulfstraße. © Jantz
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Willi Astor besang die Donnersbergerbrücke einmal als "greislig krummer Hund, du Golden Gate für Arme“. Dem ist wenig hinzuzufügen.  © Bodmer Oliver
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Die Skulptur "Mae West" am Effnerplatz ist mit 52 Metern Münchens größtes Kunstobjekt - und wohl das umstrittenste. Der Aufbau der 72 Tonnen schweren und 1,55 Millionen Euro teuren Carbon-Konstruktion, deren Form von der kurvigen Hollywood-Legende inspiriert ist, scheiterte zunächst, dann kamen sogar Plagiatsvorwürfe auf. Schöner wurde das Werk der US-Künstlerin Rita McBride dadurch nicht.  © Haag Klaus
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Die Hochhäuser am Effnerplatz sind merklich in die Jahre gekommene Betonklötze. © Jantz Sigi
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Der Goetheplatz ist nicht mehr als eine vielspurige Kreuzung, der Dichterfürst hätte hier keine Inspiration gefunden. © Haag Klaus
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Der Harras ist auch nach seiner Umgestaltung vor allem eine Verkehrsinsel, die Bänke sollen Fußgänger zum Verweilen einladen - tun es aber nicht. © Bodmer Oliver
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Der Hauptbahnhof soll ein neues Gesicht bekommen - Zeit wird's! © Jantz Sigi
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Der Trakt vor dem Taxistand erinnert mit seiner Hässlichkeit an DDR-Bauten. © Götzfried Markus
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Vermüllt, voller Taubendreck und mit ranzigen Fenstern - so ist der Hauptbahnhof wirklich keine Augenweide. © Götzfried Markus
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Wer als Autofahrer an den Kolumbusplatz in der Au kommt, denkt sich: Nur schnell weiterfahren! © Bodmer Oliver
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Durch die Laimer Unterführung an der S-Bahn möchte man lieber laufen als gehen. © Bodmer
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Dunkel und gammlig sieht's hier aus, laut ist es sowieso. © Schlaf
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Die Autolawinen, die tagtäglich über die Landshuter Allee wälzen, sorgen für eine enorme Feinstaubbelastung.  © Schlaf
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Der Orleansplatz am Ostbahnhof ist einer der Brennpunkte der Stadt. © Bodmer
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Die Paul-Heyse-Unterführung ist ein finsteres, lautes Loch. © Jantz
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Alles gammelt vor sich hin, Taubendreck, wohin man schaut. © Haag
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Fußgänger nehmen oft gerne einen Umweg in Kauf, um diesen Ort zu vermeiden. © Jantz
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Die Abgaswerte sind unter aller Kanone. © Jantz
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Der Schweizer Platz in Fürstenried West folgt der Devise: Funktion vor Form. Selbst der Brunnen kann's nicht rausreißen. © Westermann
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Das hat Willy Brandt nicht verdient. Der nach ihm benannte Platz an den Riem Arcaden ist kahl und trostlos. © Haag
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Das "Riemreibe" genannte Kunstwerk "Nicht mit uns" an den Riem Arcaden kostete die Stadt 100.000 Euro. Ursprünglich wurde es für Bauschrott gehalten und um ein Haar entsorgt. © Schlaf
Das sind Münchens hässlichste Plätze
Eine Augenweide ist das ehemalige Kaufhaus Beck an der Fürstenrieder Straße in Laim wahrlich nicht. Jetzt soll es wieder nutzbar gemacht werden. © Haag Klaus
Das sind Münchens hässlichste Plätze
„Sendlinger Wüste“ nennen die Bürger das 8000 Quadratmeter große Grundstück am Herzog-Ernst-Platz. © Haag

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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