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Haftstrafen für versuchte Eon-Erpressung

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Erpressung aus Abenteuerlust: Christian B. David M., Andrej N. und Simon B. (von links)

München - Wegen versuchter Erpressung des Energiekonzerns Eon hat das Münchner Landgericht am Freitag vier Angeklagte zu Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Die beiden Hauptangeklagten hatten wiederholt gedroht, Sicherheitslücken im Datenbereich des Unternehmens zu veröffentlichen und der Konkurrenz Kundendaten zur Verfügung zu stellen. Sie verlangten von dem Energieriesen 750 000 Euro.

Die härteste Strafe erhielt ein ehemaliger Werkstudent einer Eon- Tochtergesellschaft. Der 30-Jährige hatte die Daten von 700 000 Stromkunden auf einen USB-Stick übertragen und bei seinem Ausscheiden mitgenommen. Er wurde deshalb auch wegen Unterschlagung verurteilt.

Jeweils zweieinhalb Jahre ins Gefängnis müssen ein 36 Jahre alter früherer Vertriebsmitarbeiter der Eon-Tochter und ein 33-jähriger Bekannter, der sein Online-Konto für den Erpressungsversuch zur Verfügung gestellt hatte. Ein ebenfalls 33 Jahre alter Helfer bekam eine Bewährungsstrafe von 21 Monaten.

dpa

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