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Anwohner fordern Schritttempo

Haidhausen: Streit um die Preysingstraße

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Zahlreiche Haidhauser wollen den Durchgangsverkehr in der Preysingstraße stoppen

München - Die Preysingstraße in Haidhausen ist nicht nur  idyllisch gelegen, sondern wird auch als Spielstraße für Kinder genutzt. Doch Navis führen die Straße als Abkürzung, weshalb Anwohner jetzt Schritttempo fordern.

Für Bernd Haak war „die rote Linie überschritten“, als er mit seinem Hund die Preysingstraße entlang ging: „Es hatte so viel geschneit, dass man nur noch in den zwei Reifenspuren der Autos laufen konnte, links und rechts riesige Schneeberge. Hinter mir fuhr ein Auto – und weil ich der Person hinterm Steuer wohl zu langsam war, fuhr er mir einfach in die Wadeln.“

Das war vor fünf Jahren, passiert ist dem heute 58-Jährigen nichts. Aber seitdem kämpft Haak mit der Bürgerinitiative „Sichere Preysingstraße“ dafür, dass die Regeln der verkehrsberuhigten Zone zwischen Üblacker-Häusl und Metzstraße eingehalten werden.

Das bedeutet: Kein Auto darf schneller als Schritttempo unterwegs sein, Parken verboten, Fußgänger haben Vorrang.

„Aber es wird nichts davon eingehalten“, sagt Haak gegenüber Hallo München. Haak lebt seit 20 Jahren in Haidhausen, seine Frau bietet in der Preysingstraße Töpferkurse für Kinder an, die beiden kennen die Sorgen der Eltern: „Mütter lassen ihre Kinder nicht herumlaufen, und Kindergärtnerinnen gehen inzwischen mit ihren Gruppen woanders hin – das ist nicht der Sinn einer Spielstraße!“

Das größte Anliegen der rund 20-köpfigen Initiative: Die Metzstraße soll zwischen Bordeauxplatz und Preysingstraße zur Anliegerstraße werden. Das hat einen kuriosen Hintergrund: „Die Spielstraße in der Preysingstraße wird in Navis als Abkürzung aufgeführt“, erzählt Haak. Das bringe verstärkt ortsfremde Autofahrer in die gut drei Meter breite Straße. Doch auch Einheimische nutzen die Spielstraße als Schleichweg, um auf dem Weg zur Einsteinstraße zwei Ampeln auf der Wörthstraße zu umgehen.

Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen unterstützt Haak und seine Mitstreiter, hatte bereits im Juni an das Kreisverwaltungsreferat geschrieben. Die Antwort war enttäuschend: Man könne keinen Handlungsbedarf feststellen. Haak kann da nur den Kopf schütteln: „Wir haben Radarmessungen durchgeführt, im Schnitt waren die Autos mit 30 km/h unterwegs.“

Die Polizei will das so zwar nicht bestätigen, „aber wir verstehen die Anwohner und sind ihnen auch schon beratend zur Seite gestanden“, so Lothar Schendel, Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Au-Haidhausen. Die neuen Anträge liegen nun erst einmal zur Bearbeitung bei der Stadt.

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