Gerichtsprozess

Hakenkreuz-Plakat: Künstler wehrt sich vergebens

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Günter Wangerin.

München - Der Künstler Günter Wangerin ist wegen eines Hakenkreuz-Plakats bei einer Demonstration gegen die Euro-Krise auch im Berufungsprozess vor dem Landgericht abgeblitzt.

Das umstrittene Hakenkreuz-Plakat mit Kanzlerin Angela Merkel.

Der 68-Jährige hatte sich am Mittwoch im überfüllten Sitzungssaal auf die Kunstfreiheit berufen. Das Gericht verwarf jedoch seine Berufung; er muss wegen Verwendung von Kennzeichen verbotener Organisationen 6000 Euro Strafe bezahlen. Mit einem Plakat, das Kanzlerin Merkel in Nazi-Uniform mit einer Hakenkreuzbinde zeigte, hatte Wangerin im November 2012 an einer Demo gegen die Sparauflagen für Griechenland teilgenommen. Das Gericht erklärte in seinem Urteil, die öffentliche Verwendung des Hakenkreuzes sei verboten. Dabei komme es nicht auf die Absicht des Benutzers an. Wangerins Verteidigerin kündigte Revision an und sagte: „Man kann die Symbole zeigen und muss es sogar, wenn man sich damit auseinandersetzen will.“

tz

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