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Corona-Lage außer Kontrolle: Bayern führt 2G-Regel ein ‒ Kein Zutritt für Ungeimpfte zu Hotels und Gastronomie

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Ein Schild mit der Aufschrift „2G - Geimpft - Genesen - Nachweis erforderlich“ steht vor einem Wirtshaus.
Ein Schild mit der Aufschrift „2G - Geimpft - Genesen - Nachweis erforderlich“ steht vor einem Wirtshaus. © Sven Hoppe/dpa

Fast jeder Dritte Corona-Todesfall in Deutschland kommt aus Bayern und die Polizei entdeckt etliche Verstöße bei der Kontrolle der Zugangsbeschränkungen.

Wegen der völlig außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie soll in Bayern in der kommenden Woche flächendeckend die 2G-Regel in Kraft treten. Für Ungeimpfte gelten dann Zugangsbeschränkungen für die Gastronomie und die Hotellerie, wie die Deutsche Presse-Agentur in München am Freitag aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr.

Frühestmöglicher Termin für die Einführung wäre demnach der Dienstag, die genauen Details sollen aber erst auf der Klausur der Staatsregierung am Wochenende beschlossen werden.

In München hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die 2G-Regeln schon am Donnerstag angekündigt.

2G-Regel in Bayern - Zugangsbeschränkungen für Corona-Ungeimpfte in Gastronomie und Hotels

Körpernahe Dienstleistungen - also etwa Friseure und Fußpflege - sollen von der strengeren Auflage ausgenommen bleiben. Ungeimpfte könnten hier weiterhin mit einem negativen Testergebnis Termine vereinbaren.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zudem bereits angekündigt, für Clubs und Diskotheken sogar den Standard 2G plus - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, die aber zusätzlich noch einen Schnelltest machen müssen, zulassen zu wollen.

Hintergrund für die Verschärfung der Maßnahmen sind die seit Tagen extrem steigenden Infektions- und Todeszahlen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 13 197 neue Covid-19-Fälle im Freistaat - das ist mehr als ein Viertel der insgesamt 48 640 Neuinfektionen in Deutschland. Außerdem wurden 63 neue Pandemieopfer in Bayern gemeldet. Fast jeder Dritte der bundesweit 191 Corona-Toten kam somit aus dem Freistaat.

Polizei findet bei Corona-Kontrollen zahlreiche Verstöße

Bei den Kontrollen der verschärften Corona-Bestimmungen hat die Polizei in Bayern etliche Verstöße entdeckt. Wie das Innenministerium in München am Freitag mitteilte, seien seit Donnerstag bei 1043 Kontrollen 108 Verstöße festgestellt worden.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, dass die Überprüfungen nun noch ausgeweitet würden. „Zur Unterstützung der Polizeidienststellen ist am kommenden Wochenende auch die Bayerische Bereitschaftspolizei im Einsatz“, sagte er.

Bei den Kontrollen geht es darum, ob die Zugangsbeschränkungen von den Betreibern der Restaurants, Kinos, Fitnessstudios oder Friseursalons korrekt überprüft werden.

Mitunter gilt die 2G-Regel, wonach nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. In anderen Fällen geht es um 3G plus, wonach man auch mit einem negativem PCR-Test beispielsweise Cafés und Gaststätten besuchen kann. „Gerade dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, drohen unkalkulierbare Infektionsrisiken“, sagte Herrmann.

In München ist ein Handeln mit gefälschten Corona-Impfausweisen aufgeflogen.

dpa/lby/jh

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