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Wie sicher ist das 49-Euro-Ticket in München? ‒ MVV fordert Finanzierungsausgleich vom Bund

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Von: Kristina Beck

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Besitzer eines MVV-Abos für die Zonen M1 und M2 dürfen längerfristig zum Preis der M-Zone fahren.
Das Deutschlandticket ist zwar beschlossene Sache, aber die Umsetzung stellt Bund und Länder vor praktische Probleme. (Symbolbild) © Amelie Geiger/dpa

Wer bezahlt das 49-Euro-Ticket in München? Der MVV sieht in der Einführung ein wirtschaftliches Risiko ‒ und fordert vom Bund Unterstützung bei der Finanzierung.

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) äußert finanzielle Bedenken bei der Einführung des sogenannten 49-Euro-Tickets in München. Allgemein sei die Einführung des Deutschlandtickets zwar zu begrüßen, heißt es in der Mitteilung des MVV.

+++ Eigentlich soll es das 49-Euro-Ticket für den Nah- und Regionalverkehr nur digital geben. Bayerns Verkehrsminister spricht über das Papierticket als Alternative +++

Dennoch habe die Gesellschafterversammlung beschlossen, „dass das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Deutschlandticket im MVV-Raum nur eingeführt wird, wenn die Finanzierung der entstehenden Einnahmeverluste dauerhaft geklärt ist und die Aufgabenträger und Kommunen sowie die Verkehrsunternehmen nicht noch zusätzlich belastet werden“.

Wer trägt die Kosten für das 49-Euro-Ticket in München? ‒ MVV sieht wirtschaftliches Risiko für Fahrgäste, Kommunen und Verkehrsunternehmen

Die Finanzierung des im Rahmen des dritten Entlastungspakets beschlossenen Deutschlandtickets ist noch nicht vollständig geklärt. Der Ausgleich der durch das 49-Euro-Angebot entstehenden Mindereinnahmen sei derzeit auf drei Milliarden Euro gedeckelt – höhere Verluste gingen dem MVV zufolge demnach vollständig zulasten der Aufgabenträger und Kommunen bzw. der Verkehrsunternehmen.

„So sehr wir das Angebot und den Wunsch der Entlastung der Bevölkerung auch unterstützen – das wirtschaftliche Risiko des Tickets kann nicht auf die durch die ausbleibenden Fahrgäste während der Corona-Pandemie und die steigenden Energie- und Treibstoffpreise sowieso schon arg gebeutelte ÖPNV-Branche verlagert werden“, so MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch.

Was ist das Deutschlandticket?

Im Rahmen des dritten Entlastungspaketes der Bundesregierung wurde das Deutschlandticket als Nachfolgeprodukt des 9-Euro-Tickets verabschiedet. Damit lassen sich beliebig viele Fahrten im Nahverkehr zum monatlichen Festpreis deutschlandweit in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV machen.

„So bleiben Sie weiterhin günstig und klimaneutral im Nahverkehr unterwegs und fahren zum Festpreis in allen Verkehrsmitteln des Nahverkehrs durch ganz Deutschland“, argumentiert die Deutsche Bahn auf ihrer Homepage.

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