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Größtes Ärgernis in Harlaching: Der Verkehr

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Von: Katrin Hildebrand

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Stau auf der Thalkirchner Brücke vom und zum Tierpark.
Lokaler Dauerbrenner: Stau auf der Thalkirchner Brücke vom und zum Tierpark. © Katrin Hildebrand

Bei der Bürgerversammlung im 18. Bezirk steht der Verkehr im Fokus - Wichtigste Forderungen: Harlachinger Berg für Radler entschärfen, Parkleitsystem für Tierpark schaffen

Untergiesing-Harlaching - Verstopfte Straßen, Gefahr für Radler, Lärm: Diese Themen haben die Bürgerversammlung des 18. Stadtbezirks dominiert. Während sie 2020 ausfallen musste, konnte sie nun stattfinden, in einer Dreifachturnhalle im Nachbarbezirk Sendling.

Untergiesing-Harlaching: Ärger über Stau auf Thalkirchner Brücke

83 Bürger hatten den Weg nicht gescheut und machten vor Ort klar: In Untergiesing-Harlaching ist der Verkehr das große Thema. Von insgesamt 14 Anträgen bezogen sich zehn auf Parkplatzprobleme, Radwege, Autolärm oder die Preissteigerung der MVV-Tarife. Die übrigen Anträge behandelten Müllprobleme, fehlende Toiletten sowie den Unmut über alkoholisierte Personen im öffentlichen Raum.

Besonders ärgert die Bewohner der Weg von Harlaching über den Tierpark auf die andere Isarseite. Seit Jahren stauen sich in Stoßzeiten Autos auf der Thalkirchner Brücke. Rechts und links davon drängen sich Radler und Fußgänger. Zwei Anträge stießen auf große Zustimmung: ein dynamisches Parkleitsystem im Umfeld des Tierparks einzurichten, um den Parkplatzsuchverkehr einzuschränken sowie die Forderung einer sicheren Radverbindung auf der unfallträchtigen Strecke vom Harlachinger Berg nach Thalkirchen. Am Berg hatte sich der BA vor Kurzem auch über ein anderes Problem aufgeregt.

Das sagt die Stadt München zu den Anträgen

Die Verwaltung kann derzeit wenig Hoffnung machen. Laut Mobilitätsreferat wolle die Stadt die Gäste auf öffentliche Verkehrsmittel umlenken. Da die Tierpark-Parkplätze meist voll seien, helfe kein Leitsystem. Die sichere Radverbindung von Harlaching aus werde geprüft. Einer Verbesserung stünden aber die Enge der Straße sowie der Naturschutz im Wege.

Polizei zieht in Giesing Bilanz

Die Zahl der Delikte ist gesunken – um 1,26 Prozent von 2019 auf 2020. Das teilte Alfred Hauck, Chef der Polizeiinspektion München 23 Giesing, den Bürgern mit. Einen Rückgang gab es bei Sachbeschädigungen, Wohnungseinbrüchen und beim Diebstahl: Ausnahmen bildeten hier nur der Radlklau sowie der Diebstahl aus Kellerabteilen. In diesen Bereichen stieg die Zahl der Taten.

Leicht vermehrt haben sich auch Raubdelikte, wobei in den betreffenden Fällen Opfer und Täter meist Bekannte waren. Ausnahmen hier waren unter anderem ein Tankstellenüberfall sowie der Raub an einer Taxifahrerin. In beiden Fällen wurden die Täter gefasst. Auch die Zahl der Sexualdelikte stieg von fünf auf sieben. Kein Übergriff ereignete sich jedoch im öffentlichen Raum. Opfer und Täter kannten einander. Hauck warnte besonders vor falschen Polizeibeamten und Betrug am Telefon. „Wer angerufen und um Geld gebeten wird, sollte sofort auflegen.“

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