1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Bislang 70 Affenpocken-Fälle in Bayern ‒ RKI rechnet mit weiteren Virus-Infektionen in Deutschland

Erstellt:

Von: Jonas Hönle

Kommentare

Eine Krankenschwester bereitet in einem Krankenhaus einen PCR-Tests zur Erkennung des Affenpocken-Virus vor.
In Bayern wurden bislang 70 Fälle einer Infektion mit dem Affenpocken-Virus registriert. (Symbolbild) © Carlos Luján/dpa

70 Infektionen mit dem Affenpocken-Virus wurden bislang in Bayern registriert. Das RKI rechnet in Zukunft mit weiteren Fällen in Deutschland.

In Bayern wurden bislang 70 Fälle von Infektionen mit den Affenpocken-Virus registriert. Alle Erkrankten zeigten typische Symptome, jedoch sei es zu keinem schwerwiegenden Verlauf gekommen.

Das teilte das Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag mit.

Demnach gab es auch noch keine Minderjährigen, die von den Affenpocken infiziert wurden. Wie viele Kontaktpersonen es im Umfeld der Infizierten gibt, ist nicht bekannt, da Kontaktpersonen gemäß Infektionsschutzgesetz nicht meldepflichtig sind.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Affenpocken in Bayern: Bislang 70 Virus-Infektionen - RKI rechnet mit weiteren Fällen in Deutschland

Deutschlandweit sind dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge seit Mai 1242 Infektionen mit dem Affenpocken-Virus gemeldet worden (Stand 5. Juli). Der erste Fall wurde am 20. Mai bekannt.

Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München hatte bei einem aus Brasilien kommenden Patienten mit charakteristischen Hautveränderungen das Virus nachgewiesen. Rund zwei Wochen später wurde der 26-Jährige symptomfrei aus der Klinik Schwabing entlassen.

Die in Deutschland bekannten Fälle stehen laut RKI in Zusammenhang mit Fällen in Ländern außerhalb Afrikas. Die Betroffenen waren demnach nicht - wie bei Infektionen in der Vergangenheit - in west- und zentralafrikanische Länder gereist, in denen das Virus endemisch ist. Viele der jetzt gemeldeten Übertragungen seien offenbar bei sexuellen Aktivitäten erfolgt, so das RKI.

Das Affenpocken-Virus ruft meist milde Symptome hervor, die gewöhnlich innerhalb weniger Wochen verschwinden. Es kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

Das RKI rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Fällen in Deutschland, schätzt die Gefährdung der Gesundheit der breiten Bevölkerung aber als gering ein.

Die Corona-Inzidenz sowie die Covid-Patienten auf Intensivstationen der Kliniken in München und Bayern am Dienstag.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare