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Warnsystem in der U-Bahn: Katastrophen-Meldungen erscheinen künftig auch auf Münchens Infoscreens

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Von: Gabriele Winter

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Alexander Stotz, Hanna Sammüller-Gradl, Wolfgang Schäuble und Oliver Glaser drücken den Start-Buzzer für das neue Warnsystem in der U-Bahn München.
Alexander Stotz (Ströer), Hanna Sammüller-Gradl (KVR), Wolfgang Schäuble (Oberbranddirektion) und Oliver Glaser (MVG) (von links) drücken den Start-Buzzer für das neue Warnsystem. © Gabriele Winter

Mehr Sicherheit für Bürger ‒ digitale Infotafeln in den Münchner U- und S-Bahnen sowie an öffentlichen Plätzen warnen Menschen im Ernstfall.

München / Altstadt ‒ „Kommunikation ist in Krisen das A und O“, betont Kreisverwaltungsreferentin Hanna Sammüller-Gradl. Pünktlich zum bundesweiten Warntag am Donnerstag, 8. Dezember, stellt die Stadt München am Marienplatz einen neuen Baustein bei der Katastrophenwarnung vor.

Infoscreens geben Katastrophen-Warnungen in Münchner U-Bahn

Neben den bereits gängigen Warn-Apps wie KatWARN oder NINA werden künftig auch die Anzeigetafeln in den U- und S-Bahnen und an öffentlichen Plätzen für Warnungen genutzt. Gerade vor dem Hintergrund, dass täglich eine Million Menschen den Münchner Nahverkehr nutzen, sei es sinnvoll, die Information „auf unterschiedliche Säulen zu stellen“, so Sammüller-Gradl.

Die Meldungen werden in einfacher Sprache verfasst und „erreichen durch die Visualisierung auch gehörlose Bürger“.

Sirenen sind in München bekanntlich Mangelware, daher ist ein Ausweichen auf andere Systeme sinnvoll – zumal auch die Feuerwehr und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz darauf zugreifen können.

Woher kommen die Meldungen?

Betrieben werden die Infoscreens von der Firma Ströer. Geschäftsführer Alexander Stotz: „Wir erreichen mit den Infoscreens gleichzeitig sehr viele Menschen“. Oliver Glaser von der MVG pflichtet ihm bei und bezeichnet „Sicherheit als Teil der DNA der MVG.“

Initiiert werden die Meldungen durch eine amtliche Warnung, entweder von der Feuerwehr oder vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz.

+++ Probealarm aufs Handy ‒ Bayern testet bei bundesweitem Warntag Sirenen und Warn-Apps +++

Angesichts der Erfahrungen mit der Flut im Aartal bleibt nur die Frage, wie die Bürger nachts gewarnt werden können, wenn sie nicht U-Bahn fahren.

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