Plötzliche Attacke

Berliner in München zu Boden geschlagen ‒ OB Reiter verurteilt antisemitischen Angriff „aufs Schärfste“

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter
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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter verurteilt den antisemitischen Angriff „aufs Schärfste“.

Ohne Vorwarnung wurde ein Berliner in München zu Boden geschlagen und beleidigt. Die Polizei ermittelt - OB Reiter verurteilt den antisemitischen Angriff

Update: 20. Mai 2021

Nach Schlägen auf Berliner in München: Reiter verurteilt antisemitischen Angriff

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat nach einem gewalttätigen Übergriff in München jegliche antisemitischen Angriffe „aufs Schärfste“ verurteilt. „Mein Mitgefühl gilt dem Verletzten und ich wünsche ihm schnelle und vollständige Genesung“, sagte Reiter am Donnerstag.

Am vergangenen Samstag hatte laut Polizei ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg einen 33-jährigen Berliner an der Frauenkirche unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Berliner erlitt eine blutende Wunde an der Lippe und ging zu Boden. Der 44-Jährige setzte sich auf ihn und steckte ihm die Finger in den Mund. Dabei rief er laut eine Beleidigung mit antisemitischem Inhalt.

Er erhielt eine Anzeige wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und Beleidigung.

Worte führten zu Taten, mahnte Reiter anlässlich des Vorfalls. „Umso wichtiger ist es, dass gerade auch im Hinblick auf das
Demonstrationsgeschehen der kommenden Tage eine Null-Toleranz-Linie gegenüber antisemitischen Äußerungen gefahren wird. Jeder einzelne von uns ist aufgefordert nicht wegzuschauen, sondern sich klar von antisemitischer Hetze zu distanzieren.“

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Antisemitischer Angriff in München: Starnberger schlägt Berliner zu Boden und steckt ihm Finger in den Mund

Erstmeldung: 19. Mai 2021

In München kam es zu einem Angriff mit antisemitischen Hintergrund, bei dem ein 33-jähriger Berliner verletzt wurde. Der Mann saß am Samstag mit einem befreundeten Münchner im Außenbereich eines Restaurants in der Altstadt.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei geschah der Angriff plötzlich und ohne Vorwarnung. Ein 44-jähriger Starnberger schlug dem Berliner mit der Faust ins Gesicht. Der 33-Jährige erlitt dabei eine blutende Wunde an der Lippe und ging nach dem Schlag zu Boden. Der Angreifer setzte sich im Anschluss auf das Opfer und steckte ihm kurzzeitig die Finger in den Mund. Dabei rief er laut und deutlich eine Beleidigung mit antisemitischem Inhalt.

Der Bekannte des Berliner konnte den Angreifer schließlich stoppen und vom Opfer weg ziehen.

Antisemitischer Angriff in München: Starnberger schlägt Berliner mit Faust und steckt ihm Finger in den Mund

Nachdem der 44-Jährige von dem Gastwirt des Restaurants des Platzes verwiesen wurde, entfernte er sich und er konnte kurz danach von zwischenzeitlich verständigten Polizei festgenommen werden.

Der 44-Jährige wurde wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und Beleidigung angezeigt. Nach der Anzeigenbearbeitung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er wieder entlassen.

Das Kriminalfachdezernat 4 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Polizeipräsidium München/dpa/jh

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