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Wegen Ukraine-Krieg ‒ Zahl der Arbeitslosen in München, Bayern und Deutschland steigt

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Von: Jonas Hönle

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Die Zahl der Arbeitslosen ist laut der Agentur für Arbeit in München wieder gesunken.
Die Zahl der Arbeitslosen in München, Bayern und Deutschland ist aufgrund Russlands Krieg in der Ukraine gestiegen. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Wegen Russlands Krieg in der Ukraine steigt in München, Bayern und Deutschland die Zahl der Arbeitslosen. Gleichzeitig suchen Unternehmen vermehrt Mitarbeiter.

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk München ist aufgrund von Russlands Krieg in der Ukraine und der aktuellen saisonalen Situation wieder gestiegen.

Dennoch suchen Unternehmen auch im August vermehrt Mitarbeiter, berichtet die Stadt München am Mittwoch. Nach Gastronomie und Flughäfen sind auch Kinos von der Personalnot durch Corona betroffen.

Zahl der Arbeitslosen in München und Bayern steigt durch Russlands Krieg in der Ukraine

Den Angaben nach ist die Zahl der Arbeitslosen im Raum München gegenüber Juli um 2.243 auf 45.150 gestiegen. Im Monatsvergleich bedeutet das ein Plus von 5,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote sei ebenfalls leicht gestiegen, bleibe aber mit 4,3 Prozent weiter unter dem Wert des Vorjahres (4,4 Prozent).

Im Freistaat Bayern sei die Zahl der Arbeitslosen von Juli auf August um 14.113 oder 5,9 Prozent auf 252.952. Dieser Anstieg resultiere zu einem Teil aus der Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine, zum anderen aus einem üblichen saisonalen Effekt.

Ohne die Menschen mit ukrainischer Nationalität, die von dem Krieg nach Deutschland geflohen waren, wäre die Arbeitslosigkeit, wie saisonal üblich, auf 12.613 gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat bleibe die Arbeitslosigkeit fast unverändert. Ohne den Ukraine-Effekt wäre die Arbeitslosigkeit um 29.766 zurückgegangen.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt wegen Geflüchteten aus der Ukraine

In Deutschland sei es wegen der selben Faktoren zu einem weiteren deutlichen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 77.000 auf 2.547.000 gekommen.

Saisonbereinigt habe die Zahl der Arbeitslosen um 28.000 zugenommen. Der saisonbereinigte Anstieg der Arbeitslosigkeit erkläre sich überwiegend mit der Erfassung arbeitsloser ukrainischer Geflüchteter. Verglichen mit August 2021 sei die Arbeitslosenzahl um 31.000 geringer.

Die Arbeitslosenquote sei von Juli auf August um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent gestiegen und habe sich damit gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert.

In Westdeutschland habe die Arbeitslosenquote im August auf 5,3 Prozent zu (Juli 5,1 Prozent) zugenommen und auch in Ostdeutschland sei die Arbeitslosenquote auf 7,0 Prozent (Juli 6,8 Prozent) gestiegen.

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