1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Ein Dorfplatz in Aubing als Treffpunkt für den ganzen Stadtteil ‒ Diese Ideen und Meinungen haben die Bürger

Erstellt:

Von: Jonas Hönle

Kommentare

Der Aubinger Künstler Werner Dilg schuf mit Pinsel und Farbe einen Traum vom Dorfplatz.
Der Aubinger Künstler Werner Dilg schuf mit Pinsel und Farbe einen Traum vom Dorfplatz. Der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing stellte das Bild beim Dorfplatzfest aus. © Grafik: MGS/Edward Beierle

Trampolins, Parkplatz und Toiletten - Diese Visionen haben Kinder, Jugendliche, Senioren und Vereine für einen Aubinger Dorfplatz an der Ubostraße.

Der Wunsch vieler Aubinger ist es, einen Treffpunkt für die ganze Ortsgemeinschaft im alten Dorfkern zu haben. Im Gespräch ist seit Langem der Platz an der Ubostraße 7 bis 9, gegenüber der Pfarrkirche St. Quirin (Hallo berichtete).

Für diesen gingen in den vergangenen Wochen im Rahmen einer groß angelegten Bürgerbeteiligung jede Menge Ideen und Meinungen ein. Sie wurden Anfang Juli vor Ort ausgestellt und jetzt Vertretern der Stadt bei einer Podiumsdiskussion präsentiert.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Bürger reichen Ideen und Meinungen für einen Dorfplatz in Aubing an der Ubostraße ein

Dazu begrüßten Stadtteilmanager Daniel Genée und der Bezirksausschussvorsitzende Sebastian Kriesel (CSU) die Stadträte Julia Post (Grüne), Heike Kainz (CSU) und Christian Müller (SPD) im Pfarrheim St. Quirin.

Die Debatte war die bisher letzte von insgesamt 14 Infoveranstaltungen, die das Stadtteilmanagement Aubing-Neuaubing-Westkreuz in Zusammenarbeit mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung koordiniert hat.

Die Stadträte zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und dem Ideenreichtum der Vorschläge. Diese fließen nun zusammen mit den Ergebnissen der Befragungen von rund 800 Aubingern – einschließlich Kinder, Jugendliche und Senioren – in eine Beschlussempfehlung für den Stadtrat ein. Auf deren Basis soll das Gremium noch Ende des Jahres über die Durchführung eines Planungswettbewerbs entscheiden.

Der Aubinger Platz an der Ubostraße 7 bis 9
Der Platz an der Ubostraße 7 bis 9. © gu

Bei der Neugestaltung des Platzes sollte etwas „Identitätsstiftendes, Typisches“ für den Stadtteil entstehen, betonte Post während der Podiumsdiskussion.

Die Ideen der Kinder, Jugendlichen, Senioren und Vereine für einen Dorfplatz in Aubing

Was das aus Sicht der Aubinger Kinder sein könnte, zeigten knapp 200 Bastelarbeiten von Grundschülern an der Gotzmannstraße, die in Zusammenarbeit mit dem Spielhaus am Westkreuz entstanden sind.

Sie träumen von Kreationen mit Trampolin, Schaukel oder einem Baumwipfelpfad mit Rutsche und Klettergerüst. Jugendliche wünschten sich hingegen Plätze zum Ballspielen, Skaten oder Bouldern. Ein ausgedrucktes 3D-Modell veranschaulichte ihre Vorschläge.

Ältere Mitbürger schlugen generationsübergreifende Angebote vor. Dazu viel Grün, sichere Fußwege, einen Kiosk oder ein Café sowie die Installation öffentlicher Toiletten.

Kirchenbesucher bräuchten Parkplätze, Vereine mehr Platz für öffentliche Events. Die Mitglieder des Fördervereins 1000 Jahre Urkunde Aubing wünschten sich die Einbeziehung eines barrierefreien Bahnhof­areals in die Dorfplatz-Debatte.

Bei der Podiumsdiskussion im Publikum waren auch Vertreter des Technischen Hilfswerks (THW), das an der Ubostraße 7 sitzt und sich dringend erweitern will – zum Unmut etwa der Bürgervereinigung Aubing. Weder eine Verlagerung von Teilen des THWs noch eine Komplettverlegung seien aber praktikabel, teilten dessen Vertreter mit.

gu

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare