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Kritik aus Aubing und Pasing an kleinen Gestecken zum Volkstrauertag

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Auch in Obermenzing stiftete die Stadt München heuer ein Gesteck (links) statt eines Kranzes.
Auch in Obermenzing stiftete die Stadt München heuer ein Gesteck (links) statt eines Kranzes. © Frieder Vogelsgesang

Die Stadt München ließ am Volkstrauertag Gestecke statt Kränze an den Kriegerdenkmälern niederlegen. Warum es zu dieser Änderung kam, welche Kritik es daran gibt ...

Aubing/Pasing - Statt eines großen Kranzes ließ die Stadt München heuer am Volkstrauertag nur ein Gesteck an den Kriegerdenkmälern niederlegen. Die BA-Chefs Sebastian Kriesel (Aubing) und Frieder Vogelsgesang (Pasing-Obermenzing) kritisierten dies scharf.

Kritik an Größe der Gestecke der Stadt München am Volkstrauertag

Das Gesteck sei nur halb so groß und gehe neben den Kränzen der Vereine völlig unter. „Ein unangemessenes Bild“, meint Kriesel. Vogelsgesang sprach von einem „peinlichen Lapsus“, der im kommenden Jahr korrigiert werden müsse.

Der aktuelle Sparkurs der Stadt wegen Coronahat damit allerdings nichts zu tun. Das zuständige Baureferat verweist auf die „aktuelle Diskussion um Rolle und Funktion von Kriegerdenkmälern“. Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing hat sich darüber ebenfalls schon Gedanken gemacht. Die historische Bedeutung der Lorbeerkränze als Zeichen des Sieges passe zudem nicht zum Volkstrauertag, ergänzt Matthias Kristlbauer vom Presse- und Informationsamt.

Auch BA-Chef Sebastian Kriesel und die Brauchtumsbeauftrage für Aubing-Lochhausen-Langwied, Christa Zeilermeier (beide, CSU), ärgern sich über die Gestecke.
Auch BA-Chef Sebastian Kriesel und die Brauchtumsbeauftrage für Aubing-Lochhausen-Langwied, Christa Zeilermeier (beide, CSU), ärgern sich über die Gestecke. © Kriesel

Die beiden CSU-Viertelchefs können das nicht nachvollziehen. Der Volkstrauertag sei nicht nur ein Anstoß zum Gedenken an die Kriegsopfer, sondern „ein jährlich wiederkehrenden Mahnauftrag für Demokratie und Frieden“, so Kriesel. Die Stadt will die Kritik zum Anlass nehmen, die Gestaltung der Zeichen des Gedenkens nochmals zu überprüfen.

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